Unbekannte platzierten Schweinskopf vor Tiroler Flüchtlingsheim

Innsbruck

Unbekannte platzierten Schweinskopf vor Tiroler Flüchtlingsheim

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben vorerst unbekannte Täter in der Nacht auf Sonntag vor einer Flüchtlingsunterkunft in Kirchbichl im Bezirk Kufstein einen Schweinskopf platziert. Nach Angaben der Polizei vom Dienstag wurde der Tierschädel an einer Holzlatte befestigt. Die Erhebungen waren im Laufen.
 
Die Tat wurde am Samstag zwischen 23.00 und 24.00 Uhr verübt. Sachschaden sei keiner entstanden, so die Polizei.
 
In Tirol gab es bereits vor Kurzem einen ähnlichen Fall. In der Nacht auf den 28. Mai landete der Kopf eines gegrillten Spanferkels am Grundstück des türkischen Kulturvereins ATIB in Schwaz. Das Tiroler Landesamt für Verfassungsschutz nahm in dieser Causa Ermittlungen auf.
 
Kritik der Grünen
 
Die Tiroler Grünen haben am Dienstag eine neuerliche "Sauschädel-Affäre" geortet, nachdem bekannt geworden war, dass unbekannte Täter am Wochenende einen Schweinskopf vor einer Flüchtlingsunterkunft in Kirchbichl im Bezirk Kufstein platziert hatten. Die FPÖ habe monatelang eine Schließung des Heims gefordert, und diese "Agitation" falle nun auf "fruchtbaren Boden", so Klubobmann Gebi Mair.
 
Zudem erinnere die Aktion "frappant" an die "Schwazer Sauschädel-Affäre", bei der nach einer Grillfeier des RFJ ein Spanferkelkopf vor dem muslimischen Kulturverein ATIB gelandet sei. "Wer auch immer in Kirchbichl einen Schritt weiter gegangen ist, als die Täter von Schwaz und das im Islam verbotene Schwein nicht vor einem Kulturverein abgelegt, sondern direkt an die Tür einer Flüchtlingsunterkunft gelegt hat, hat sich von der FPÖ inspirieren lassen", meinte Mair.
 
Die FPÖ liefere seit einem halben Jahr beinahe "im Wochentakt Skandale - von einer Hitler-Geburtstagsgratulation über eine Verurteilung eines regionalen Spitzenfunktionärs wegen Herabwürdigung religiöser Lehren bis zum Rücktritt eines Landesparteivorstands-Mitglieds wegen Nazi-Devotionalien in seiner Apotheke", kritisierte Mair: "Ich warne davor, was eine Regierungsbeteiligung dieser FPÖ bedeuten würde: Zwielichtige Personen nicht nur im Parlament, sondern auch in Ministerien".
 
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