Verschüttet - Tiroler konnte mit Handy Hilfe holen

Lawinenabgänge

© APA/Gindl

Verschüttet - Tiroler konnte mit Handy Hilfe holen

Insgesamt drei Lawinenabgänge hielten am Wochenende die Tiroler Bergretter in Atem. Wie durch ein Wunder gab es dabei nur drei Verletzte.

Verschütteten angerufen
Der wohl ungewöhnlichste Fall ereignete sich bei der Naunzalm im Gemeindegebiet von Pillberg im Unterland. Dabei wurde ein einheimischer Tourengeher von einer Lawine erfasst und fast vollständig verschüttet. Nur eine Hand schaute noch heraus. Der Mann hatte aber ungewöhnliches Glück, denn seine Frau erwartete ihn im Skigebiet Hochfügen und versuchte deshalb, ihn am Handy zu erreichen. Obwohl unter den Schneemassen gefangen, konnte der Mann den Anruf entgegennehmen und der Frau durchgeben, wo er von der Lawine erfasst wurde. Diese lotste die Rettungskräfte zu ihrem Mann, der mit einem Knochenbruch und einer Kopfverletzung relativ glimpflich davonkam.

Rucksack löste Lawine im Sellrain aus
Ein Schneebrett hatte am Samstag zwei Deutsche Tourengeher in Gries im Tiroler Sellrain 100 Meter weit mitgerissen und teilweise verschüttet. Die Schneemassen hatten sich laut Polizei 20 Meter oberhalb des 37-jährigen Mannes gelöst, als er bei einer Rast seinen Rucksack auf den Boden stellte.

Der Deutsche wurde sofort von der Lawine mitgerissen und wenig später erfasste sie auch seine aus München stammende Begleiterin. Während er nach etwa 100 Metern unverschüttet auf dem Lawinenkegel liegen blieb, geriet die Münchnerin unter die Schneemassen. Die Lawine verschüttete die 37-Jährige bis zur Hüfte. Tourengeher, die den Lawinenabgang beobachtet hatten, leisteten sofort Erste Hilfe. Die 37-Jährige konnte wenig später vom Rettungsteam des Notarzthubschraubers geborgen werden. Sie musste mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus in Hall geflogen werden. Ihr Begleiter wurde nicht verletzt.

Lawine im Obernberger Tal
In den Brenner-Bergen wurde eine Südtiroler Gruppe von einer Lawine überrascht, eine Frau wurde dabei zum Teil verschüttet und leicht verletzt. Sie wurde ins Krankenhaus Hall geflogen. In den nächsten Tagen sollte die Lawinengefahr nun leicht zurückgehen, so die Experten des Landes.

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