Wieder zwei Tote nach Skiunfällen

Schreckens-Winter

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Wieder zwei Tote nach Skiunfällen

Bei der Vermisstensuche nach dem Lawinenabgang auf der Innsbrucker Nordkette vom Montag ist am Mittwochnachmittag eine Leiche gefunden worden. Es dürfte sich um den verunglückten 24-jährigen Franzosen handeln, der in der Arzler Scharte verunglückt war.

Nach drittem Anlauf
Bergretter und Feuerwehrleute hatten zuvor beim dritten Anlauf - die Suche am Montag und Dienstag hatte wegen Lawinengefahr eingestellt werden müssen - Teile des Lawinenairbags gefunden. Später waren immer mehr Ausrüstungsgegenstände zum Vorschein gekommen.

Den Anorak des Franzosen samt Lawinenverschüttetensuchgerät war bereits am Montag entdeckt worden. Später kam außerdem ein Ski zum Vorschein. Bei dem Airbag war einer der beiden Ballons durch die Wucht der Schneemassen abgerissen.

Der Lawinenkegel war mehrere hundert Meter lang. Im Einsatz standen am Mittwoch bei zum Teil dichtem Schneefall mehr als 100 Bergretter und Feuerwehrleute. Der Einsatz eines Hubschraubers war wegen des Wetters unmöglich.

Nächste Tote in der Steiermark
Jene Skifahrerin, die am 30. Jänner bei einer nächtlichen Abfahrt vom Hauser Kaibling schwer verletzt worden ist, ist nun nach Angaben der Polizei gestorben. Die 45-Jährige hatte in der Dunkelheit ein Seil übersehen, das ein Pistengerät gespannt hatte. Bei dem Unfall hatte die Frau schwerste Wirbel- und Kopfverletzungen erlitten.

Die Skifahrerin aus Lassing wollte in der Nacht gemeinsam mit vier Bekannten nach einem Hüttenbesuch auf der sogenannten Brenner Abfahrt am Hauser Kaibling (Bezirk Liezen) in Richtung Tal fahren. Dabei übersah sie das Sicherungsseil zwischen Pistengerät und Stütze und fuhr in das Stahlseil. Sie wurde ins Krankenhaus Schladming gebracht, wo sie nun ihren schweren Verletzungen erlegen ist.

Nachtfahrverbot?
Der Unfall hatte erneut zu einer Diskussion um ein Nachtfahrverbot auf den Pisten geführt. Peter Lackner, Fachgruppengeschäftsführer der steirischen Seilbahnen-Betreiber, erklärte gegenüber der APA, dass bisher die jeweiligen Gemeinden Verordnungen erlassen mussten, um ein Verbot auch rechtlich vollziehen zu können. Doch oftmals stünden die Bürgermeister in Konflikt mit den Interessen der Gastronomen, weshalb eine landesweite Lösung angestrebt werden müsse, so Lackner. Bisher gibt es Verbote für bestimmte Korridore auf dem Präbichl, in Mariazell, im Lachtal und am Kreischberg.

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