Zwei Tonnen Schnee begruben Schwestern

Lawinenunglück

© APA

Zwei Tonnen Schnee begruben Schwestern

Es begann so harmlos und endete mit unfassbarem Leid: Ein Steuerberater aus Hessen und ein Wirtschaftsanwalt aus München waren mit ihren Töchtern zu einem Ausflug ins Tristenautal aufgebrochen.

Vater musste Unglück aus der Ferne mit ansehen
Wie berichtet, kamen die Ausflügler am Freitag in 1.110 Meter Höhe zu einem kleinen Wasserfall, an dessen Fuß sich ein Tümpel gebildet hatte. Links und rechts türmten sich die Reste einer alten Lawine, die sich oben zu einer Brücke verbunden hatten.

Als Erste erreichten der Münchner Ansgar R. (53), seine Tochter Elena (10) sowie die Mädchen seines Freundes Peter E. – die 13-jährige Manon und Julie (16) – die mächtige Natur-Konstruktion.

Der 48-jährige Vater der beiden Schwestern ging etwas hinten nach – und musste voller Entsetzen mit ansehen, wie eine zwei Tonnen schwere Scholle aus der Schneebrücke herausbrach und jäh in die Tiefe auf die Gruppe donnerte.

Während Elena und ihr Papa sich durch einen Hechtsprung im letzten Moment selbst retten konnten, wurden Manon und Julie regelrecht begraben.

Kissen und Sägen
Die alarmierten Helfer waren binnen kurzer Zeit mit zwei Hubschraubern vor Ort. Bergretter Wolfgang Paregger über den dramatischen Einsatz: „Von beiden Mädchen haben nur die Oberkörper herausgeschaut. Wir mussten die Schneemassen mit Luftkissen in die Höhe heben und dann mit Motorsägen zerkleinern.“ Doch für Manon kam der Bergungsversuch zu spät. Julie wurde lebensgefährlich verletzt. Vater Peter kollabierte. Jetzt wacht er am Krankenbett seiner „Großen“ und betet, dass wenigstens sie es schafft.

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