100 Kühe auf Vorarlberger Alpe werden getötet

Euterentzündung

© APA/ Roland Schlager

100 Kühe auf Vorarlberger Alpe werden getötet

Im Fall der ansteckenden Eutererkrankung, die auf einer Alpe im hinteren Bregenzerwald aufgetreten ist, werden nun wie erwartet alle dort gesömmerten Milchkühe, die von der kaum therapierbaren Euterentzündung betroffen sein könnten, geschlachtet. Das haben die Besitzer der Tiere und die Verantwortlichen des Landes auf einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend gemeinsam beschlossen. Mit den noch verbliebenen 59 Tieren werden damit nun insgesamt rund 100 Kühe geschlachtet werden, laut dem zuständigen Landesrat Erich Schwärzler (V) noch im Verlauf dieser Woche.

Bauern wurden inzwischen näher über Krankheit informiert
Laut Schwärzler nahmen rund 40 geladene Personen an der Informationsveranstaltung teil. Die Bauern wurden über den Erreger der ansteckenden und nicht therapierbaren Euterentzündung Mykoplasma bovis, die Symptome und den Verlauf der Tierkrankheit informiert. Zudem sei es wichtig gewesen, offene Fragen der Landwirte zu klären, so Schwärzler. Die Bauern hätten die Entscheidung "mit Fassung, aber tiefer Betroffenheit aufgenommen", erklärte Schwärzler. Man habe außerdem über die Gefahren für die Nachbar-Alpen diskutiert und darüber "wie es weitergehen kann". Zur Ermittlung der Entschädigungen aus dem Tiergesundheitsfonds würden die Kühe geschätzt, die Summe stehe daher noch nicht fest.

Schlachtungen wegen Ansteckungsgefahr nötig
Laut dem stellvertretenden Landesveterinär Norbert Greber sind die Schlachtungen aus wirtschaftlichen Gründen wegen der Ansteckungsgefahr nötig, zudem gehe die Alpsaison bald zu Ende. Ein Abtrieb der vermeintlich gesunden Tiere wäre nicht zu verantworten, da die Krankheit auch erst im Tal ausbrechen könnte und dann den restlichen Bestand anstecken würde, so Greber. Die rund 90 Jungtiere, die am Mittwoch ebenfalls auf den Erreger Mykoplasma bovis getestet werden, verbleiben laut Greber noch auf der Alpe. Der Kuhstall werde zwei Mal gründlich desinfiziert, das reiche aus, um den Erreger abzutöten, so Greber. Die Tiere auf den umliegenden Alpen sollen am Mittwoch und Donnerstag untersucht werden. Die Proben würden eingeschickt, mit den Ergebnissen sei Ende nächster Woche zu rechnen.

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