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Brandanschlag auf Kirche in Bregenz

Vorarlberg

Brandanschlag auf Kirche in Bregenz

Brandgeruch und nicht Weihrauchduft war am Sonntag in der Kirche Mariahilf im Bregenzer Stadtteil Vorkloster zu spüren. In der Nacht wurde von bisher Unbekannten ein Brandanschlag auf die sogenannte "Heldendankkirche" verübt.

Das Feuer wurde mittels Brandbeschleuniger gelegt, das Eingangsportal durch die Flammen schwer beschädigt. Beim Stiegenaufgang wurde ein leerer Kanister sichergestellt. Ob ein einzelner oder mehrere Brandstifter am Werk waren, war für die Polizei am Vormittag noch nicht klar, ebenso musste kriminaltechnisch erst abgeklärt werden, ob Benzin oder Diesel, bzw. ein Gemisch davon für die Brandstiftung benützt worden ist. Fest stand zunächst, dass das Feuer bald nach Mitternacht gelegt worden ist. Erst gegen 1.20 Uhr wurde die Polizei von einer 52-jährigen Frau telefonisch von dem Feuer verständigt. Als die Polizei eintraf, hatten die Frau und ein 61-jähriger Mann die Flammen bereits mit Wasser gelöscht. Die 52-Jährige wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Landeskrankenhaus Bregenz eingeliefert. Wegen der starken Rauchentwicklung rückte die Feuerwehr Vorkloster/Rieden aus und versuchte mittels Gebläse die Rauchschwaden aus dem Gotteshaus zu entfernen.

Die "Heldendankkirche" wurde in der Zwischenkriegszeit im Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet. Architekt Clemens Holzmeister plante ab 1921 die Kirche mit einem markantem pagodenähnlichen Turm. 1931 wurde das Gotteshaus eingeweiht. Einige der Glasfenster sind nach Entwürfen des Salzburger Malers Anton Faistauer entstanden. 1980 erfolgte eine Restaurierung und Neuordnung des Kircheninneren mit dem Architekten Hans Purin.
 

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