09. Februar 2010 09:32

Wieder Mord in Wien 

34-Jähriger von Stiefsohn getötet

Ein Wiener wurde am Dienstag vom Sohn seiner Lebensgefährtin umgebracht.

34-Jähriger von Stiefsohn getötet

Ein 34-jähriger Mann ist am Dienstag gegen 4.00 Uhr in Wien-Penzing bei einem Streit um das letzte Bier erschlagen worden. Der 20-jährige Sohn seiner Lebensgefährtin griff während einer Rauferei zur Axt neben dem Holzofen im Wohnzimmer und versetzte Martin L. damit einen einzelnen Hieb auf den Kopf, sagte eine Polizeisprecherin zur APA. Der Schlag war für den 34-Jährigen sofort tödlich.

Streit an der Tagesordnung
Beide Männer waren nach einer durchzechten Nacht stark angetrunken. Die Frage, wer das letzte Bier ausgetrunken hat, führte in der Gemeindebau-Wohnung des 20-Jährigen und seiner Mutter in der Penzinger Straße zur tödlichen Rauferei. Der festgenommene Verdächtige ist geständig, gab aber an, sich gegen Martin L. nur zur Wehr gesetzt zu haben. Der 34-Jährige soll ihn während der Auseinandersetzung gewürgt haben, so die Angabe des Beschuldigten bei der Polizei. Offenbar kam es in der Wohnung häufig zu Auseinandersetzungen, erklärte die Sprecherin. Vor allem der Getötete soll im alkoholisierten Zustand öfter aggressiv geworden sein - auch gegen seine Lebensgefährtin.

Festnahme
Die 53-jährige Mutter des mutmaßlichen Mörders befand sich während der Auseinandersetzung in der Küche und war nicht betrunken. Die Frau hörte einen dumpfen Knall, lief daraufhin ins Wohnzimmer, fand dort ihren Freund tot am Boden liegen und verständigte die Polizei. Ihr Sohn flüchtete nach dem Angriff mit der Axt, kehrte gegen 6.00 Uhr aber reumütig in die Wohnung zurück und ließ sich von der noch anwesenden Polizei widerstandslos festnehmen.

Mordwaffe verschwunden
Die Mordwaffe blieb vorerst verschwunden. Der angetrunkene 20-Jährige hat sie weggeworfen, weiß laut seinen Angaben aber nicht mehr wo. Die Polizei war nach Abschluss der Einvernahme am Dienstag mit ihm gemeinsam auf der Suche nach der Axt.


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