ASFINAG fing IS-Killer auf Autobahn

Wien

ASFINAG fing IS-Killer auf Autobahn

Fast eine Woche ließ sich die Polizei mit der Veröffentlichung eines Fahndungsfotos nach der Bluttat in einem AMS-Kurs in Liesing Zeit. Erst nach Kritik des Umfelds des Opfers Homayoon N. (31), dass man in dieser heiklen Causa mit möglichem religiösen Hintergrund nicht alle Maßnahmen ergriffen habe, wurde schließlich die Bevölkerung um Mithilfe gebeten.

Deutschkenntnisse des Verdächtigen noch dürftig
Nachdem dann das Foto des 17-jährigen Verdächtigen Reshad Z., vor allem auf Initiative von ÖSTERREICH, endlich für die Medien freigegeben wurde, dauerte es nicht einmal 24 Stunden und der Gesuchte ging ins Netz.

Eingefangen wurde der junge Afghane und IS-Sympathisant Mittwochfrüh auf der A 2. Dort ging er völlig verwirrt auf dem Pannenstreifen spazieren.

Sein Pech: Die Asfinag-Kameras übertrugen die Szene in die Zen­trale, und aufgrund des Fahndungsfotos in der Zeitung wurde der Flüchtige erkannt. Daraufhin wurden zwei Traffic-Manager ausgeschickt, um den Gesuchten aus dem Gefahrenbereich zu retten und der Polizei zu übergeben (siehe Interview).

In der Ersteinvernahme durch die Mordermittler zeigte sich Reshad Z. noch nicht sehr auskunftsbereit, was auch an seinen dürftigen Deutschkenntnissen liegt – nicht umsonst besuchte er einen Deutschkurs, bei der die Bluttat auch passierte.

Das Motiv für den Angriff mit einem Keramikmesser auf den afghanischen Schiiten Homayoon N. dürfte tatsächlich ein Song sein. Der 31-Jährige hat angeblich ein Lied gegen die Taliban geschrieben. Das Lied missfiel dem mutmaßlichen Fundamentalisten. Es gilt die Unschuldsvermutung.

So schildern Asfinag-Leute bange Minuten:

ÖSTERREICH: Wie kamen Sie dem Verdächtigen auf die Spur?
Reinhard SCHNURRER: Die Zentrale hat auf den Kameras gesehen, dass jemand am Pannenstreifen bei der SCS geht. Da sind wir hin und haben ihn angesprochen.

ÖSTERREICH: Sahen Sie gleich, dass es der Gesuchte ist?
SCHNURRER: Wie ich mit ihm gesprochen habe, hat mein Kollege noch einmal in der Zeitung nachgeschaut, die Polizei alarmiert und mich unauffällig darauf hingewiesen.

ÖSTERREICH: Und danach?
SCHNURRER: Wir haben ihn überzeugt, dass er von der Autobahn runter muss, weil man hier als Spaziergänger nichts verloren hat. Dann sind wir mit ihm rumgefahren und haben geredet.

ÖSTERREICH: Hat er über die Tat gesprochen?
SCHNURRER: Nein, gar nicht und wir haben auch nicht gefragt. Zu gefährlich! Er sprach ein bisschen über sich, wie lange er schon hier ist und so.

ÖSTERREICH: Wie lief die Verhaftung ab?
SCHNURRER: Wie im Film. Die Polizei umstellte uns beim vereinbarten Treffpunkt auf der Betriebsumkehre. Dass der Mann ein Messer bei sich hatte, merkten wir erst bei der Festnahme.

(kor)

VIDEO: Das ist das Opfer des AMS-Killers

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