22. November 2009 18:07
© TZ ÖSTERREICH/Kernmayer
Eine rasante Premiere: Am Sonntag ist im Wiener Ferry Dusika Hallenstadion
das erste Akkuschrauber-Rennen "Conrad Akkurace" über die Bühne gegangen. 30
Teams aus ganz Österreich traten an und fuhren auf einer 250 Meter langen
Strecke mit selbst gebauten Fahrzeugen um die Wette. Einzige Voraussetzung
für die Teilnehmer: Die Rennflitzer durften ausschließlich mit zwei
Akkuschraubern angetrieben werden. An den Start gingen private Bastler,
Firmen und Schulklassen.
Alles was Räder hat
Beim Bau der Fahrzeuge durften die Teams
ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Egal ob Fahrräder, Dreiräder,
Skateboards oder Rollstühle, erlaubt war alles, was Räder hatte -
Hauptsache, es wurde mit Akkuschraubern in Bewegung gesetzt. Bei der
Wettfahrt galt es, möglichst schnell und unfallfrei durch den Rundkurs zu
kommen. Dabei ging es teilweise recht flott zu, die Flitzer erreichten
Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 Stundenkilometern. Rund 500 Zuschauer
verfolgten das Spektakel am Rande der Rennstrecke.
Für viele Fahrer war der Wettbewerb eine Herausforderung, denn sie mussten
während des Rennens die Akkuschrauber am Laufen halten und ihre Fahrzeuge
steuern. "Es erfordert fürchterlich viel Kraft, Gas zu geben und sich
gleichzeitig in die Kurven zu legen", erzählte Irmi Lüftenegger vom Team
"Almstubn" aus dem Salzburger Lungau. Ihr "Almcruiser" wurde von einer
Promi-Jury - bestehend aus dem Radiomoderator Harry Raithofer,
ATV-Wetterlady Regina Kail und Austria's Next Topmodel 2009 Larissa Marolt -
zum originellsten Fahrzeug des Rennens gekürt. Das orangefarbene Dreirad mit
Lenker wurde nach einem einzigen Kriterium gebaut: "Die Kurvenlage musste
stimmen", so die Salzburgerin.
Juror Raithofer zeigte sich vom Akkurace begeistert: "Es ist spannender als
die meisten Autorennen im Fernsehen, weil hier ständig etwas passiert." So
bereitete zum Beispiel der außergewöhnliche Antrieb des öfteren
Schwierigkeiten: Einige Fahrer mussten bereits kurz nach dem Start das Feld
räumen, da die Schrauber im entscheidenden Moment versagten.
Monatelange Bastelarbeit
Viele Teams bastelten monatelang an
ihren Fahrzeugen: "Wir haben seit Sommer daran gebaut", erzählte Michael
Tschiedel vom Schulteam "FerrAKKU". Allein drei Tage lang werkten der Wiener
und sein Team am Antrieb ihres Nachbaus eines Formel-1-Autos. Zum Sieg
reichte es für die Mannschaft aber nicht, der Titel "Akkuracer 2009" ging an
das steirische Team "Funenergy". Die Veranstalter planen im kommenden Jahr
eine Neuauflage des Rennens.