Video-Bilder von Verhaftung
Anwalt Rebasso: Ex-Polizisten unter Mordverdacht
Russisches Fernsehen zeigt Verhaftung der mutmaßlichen Killer - sie sind Ex-Cops.
Im Mord an Wirtschaftsanwalt Erich Rebasso (48) hat die Wiener Polizei ihren Part erfüllt. „Die Ermittlungen in Österreich sind weitgehend abgeschlossen“, bestätigt Polizeisprecher Roman Hahslinger.
Video: So wurden die mutmaßlichen Killer verhaftet:
Rebasso-Mörder sind Ex-Polizisten
Ob die genauen Hintergründe jemals geklärt werden können, entscheidet sich jetzt in Moskau. Dort sitzen die beiden Mordverdächtigen, die Rebasso am 27. Juli in einer Tiefgarage abgepasst und anschließend erwürgt haben sollen, in U-Haft.
Sie schweigen eisern, österreichische BK-Beamte haben keinen unmittelbaren Kontakt. Immer wahrscheinlicher aber wird, dass die Mörder nicht – so wie lange vermutet – unmittelbar aus dem Kreis geprellter Anleger kommen, die Rebasso einst für große finanzielle Verluste verantwortlich gemacht hatten. Die These der Rebasso-Familie scheint aufzugehen, wonach sich die mutmaßlichen Killer nur als Geschädigte ausgegeben hatten, um 60.000 Euro abzukassieren.
Die Polizei hat inzwischen ÖSTERREICH-Informationen bestätigt, wonach die Verdächtigen wegen Drogenbesitzes und Körperverletzung vorbestraft sind. Während des Anlagebetruges saßen sie gemeinsam im Gefängnis.
Starb Rebasso schon
in der Tiefgarage?
Neu ist: Die mutmaßlichen Mörder waren vor ihrer kriminellen Laufbahn Polizisten. Vielleicht bekamen sie deshalb Kenntnis von den Anlagegeschäften und wollten mitmischen.
Inzwischen gibt es sogar Zweifel, dass Erich Rebasso entführt werden sollte. Nicht nur in seinem Auto, sondern auch in der Tiefgarage wurden Blutspuren entdeckt. Möglicherweise wurde er dort bereits ermordet, weil er den Kriminellen die geforderten 60. 000 Euro nicht bezahlen wollte.
In Moskau schnappte Polizei die beiden Ex-Cops
Der Fall ist zwar noch nicht erledigt, doch den Ermittlern des Bundeskriminalamtes sind jetzt weitestgehend die Hände gebunden. Persönlich können sie die mutmaßlichen Mörder in der Moskauer U-Haft nicht einvernehmen.
Sie sind nicht mehr vor Ort, können nur schriftliche Fragen an ihre russischen Kollegen übersenden und auf deren Unterstützung hoffen.
Der Prozess wird den Verdächtigen keinesfalls in Österreich gemacht werden können. Russland liefert eigene Staatsangehörige grundsätzlich nicht aus.
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