Beziehungs-Drama in Wien
Brutaler Mord: Rock-Star erstach Charlotte
Tod durch 13 Messerhiebe. Tochter (4) war Zeugin der Bluttat: "Mama totgemacht"
In Südamerika war Juan A. eine Berühmtheit – als Gitarrist der Metal-Band „Filtro Medus“ begeisterte er die Fans. Doch als er Charlotte B. aus Trofaiach kennenlernte, hängte der 43-Jährige seine Musikerkarriere an den Nagel, wanderte mit ihr und Tochter Mia nach Österreich aus. Das Paar zog nach Wien, wo die 28-Jährige als Pflegerin arbeitete, Juan suchte Kontakt zur hiesigen Musikerszene, tat sich aber schwer. Dann ging die Liebe flöten, Charlotte wollte sich trennen, Juan stand vor dem Nichts: keine Band, keine Familie, keine Zukunft.
Mitten ins Herz
Als bei einer Aussprache Samstag vor einer Woche die Versöhnung scheiterte
(eine Freundin von Charlotte hatte vermittelt, war aber gegen 23.30 Uhr gegangen) drehte der gebürtige Kolumbianer (43) durch.
Insgesamt 12 Mal soll Juan A. mit einem Messer auf die Steirerin eingestochen haben, der 13. Hieb landete mitten in ihrem Herz – dann sprang er aus dem Fenster im dritten Stock auf den Gehsteig hinunter, um auch sein eigenes Leben zu beenden.
Geschockte Nachbarn. Die gemeinsame Tochter Mia (4) muss das Drama mit eigenen Augen mitbekommen haben – sie schrie und weinte, bis Nachbarn im Haus in der Darwingasse die Tür zur Wohnung aufbrachen. Da kam ihnen die Kleine stammelnd entgegen: „Der Papa hat die Mama totgemacht
. Und auch der Papa ist tot.“ Doch der Vater und mutmaßliche Täter überlebte – er liegt im Koma im SMZ Ost und dürfte noch länger Intensivpatient bleiben. Weder Polizei noch sein Anwalt Normann Hoffstätter konnten ihn bis jetzt sprechen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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