23. Oktober 2008 09:31

Neuer Chef 

Bucher will BZÖ in ÖVP-Nähe rücken

Die Wahl Josef Buchers zum neuen Klubobmann des BZÖ soll unter anderem auch eine wirtschaftspolitische Kampfansage an die Volkspartei sein:

Bucher will BZÖ in ÖVP-Nähe rücken

"Wir haben Themen, die stark in Richtung ÖVP hineinspielen", gab der frisch gebackene Klubobmann, der nicht nur äußerlich Ähnlichkeiten mit Karlheinz Grasser hat, die kommende Richtung für seine Fraktion vor. Auf die Oppositionsrolle will sich Bucher vorerst nicht einstellen. "Wir werden weiter den Weg verfolgen, Rot-Schwarz zu verhindern."

Vorteile seiner Partei gegenüber der ÖVP sieht Bucher in Wirtschaftsfragen genug: "Wir haben keine Bündestruktur und daher nicht so enge Fesseln." Schwerpunkte in der parlamentarischen Arbeit würden in den kommenden Jahren jedenfalls auch Finanzen und Budget bilden. Was sich der neue Klubchef in diesem Bereich vorstellt: "Wir wollen für kleinere und mittlere Unternehmen nicht nur Krediterleichterungen, sondern auch Investitionsanreize." Etwa in Form einer Investitionszuwachsprämie.

Rasche Steuersenkung
Eine weitere Forderung Buchers ist eine rasche Steuersenkung. "Wir haben ein klares Programm, wie wir die Steuerlandschaft gestaltet haben wollen." Selbstbewusst zeigt sich der neue orange Klubchef auch, was den bisherigen Einfluss seiner Fraktion auf wirtschaftspolitische Maßnahmen betrifft. Die Finanzkrise sei aufs erste durch das jüngst beschlossene Maßnahmenpaket bewältigt - "mit maßgeblichem Einfluss des BZÖ auf die Regierungsvorlage. Auch in das geplante Mittelstandspaket will man nun Vorschläge einfließen lassen.

Harmonie als oberstes Ziel
Zu den Klubobleuten der anderen Parteien will Bucher ein gutes Verhältnis pflegen. "Ich werde mit allen Gespräche führen, um die zwischenmenschlichen Beziehungen zu vertiefen." Aber auch bisher habe es immer gutes Einvernehmen mit allen gegeben, betont der Neuling an der Spitze. Betont harmonisch soll auch die Zusammenarbeit mit den anderen orangen Abgeordneten laufen, geht es nach Bucher. Noch seien die Zuständigkeiten nicht vergeben, "wir werden das nach umfangreichen Beratungen festlegen".

Dass Klubchef Bucher fünf Stellvertreter für insgesamt 21 Abgeordnete hinter sich weiß, findet er nicht ungewöhnlich. "Derzeit haben wir vier Stellvertreter für sieben Abgeordnete. Also ist es verhältnismäßig weniger geworden."




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