23. Jänner 2010 09:38

Hauseinsturz in Wien 

Die Mieter zitterten um ihr Leben

Öfter schon hatten Mieter eines Wiener Wohnhauses auf Risse im Gemäuer hingewiesen – dann stürzte plötzlich eine ganze Hauswand ein.

Die Mieter zitterten um ihr Leben
© TZ Österreich / Vuckovic

Wahnwitzige Baupanne in Wien-Fünfhaus: Während der Grabungsarbeiten für eine Tiefgarage am Nebengrundstück stürzte Donnerstagnachmittag in der Turnergasse 26 plötzlich die Mauer eines Wohnhauses ein.

Kaum zu glauben. „Ich stand gerade in der Küche, als es krachte und ich durchs Fenster eine riesige Staubwolke sah“, erzählt die Pensionistin Elfriede F., die im zweiten Stock daheim ist: „Dann ging ich ins Wohnzimmer und traute meinen Augen nicht – da war keine Wand mehr, ich blickte direkt ins Freie.“

Bett abgestürzt.
Nur durch unglaubliches Glück gab es bei dem Einsturz keine Verletzten oder Toten. Denn Student Markus S. aus einer Wohngemeinschaft im ersten Stock erzählt: „In einem unserer Zimmer, wo jetzt die Wand fehlt, lebt ein Paar, dessen Bett in die Tiefe gekracht ist. Wären die beiden daheim gewesen, hätten sie wohl nicht überlebt.“

Baupolizei.
Am Tag nach der Katastrophe liefen Ermittlungen am Unfallort. „Wir müssen erst den Schutt wegräumen“, so Baupolizist Hannes Kirschner. „dann kann man sehen, ob bei den Grabungen nebenan fahrlässig vorgegangen wurde.“ Bauleiter Andreas Hehberger von der beauftragten Firma HABAU glaubt das Ergebnis jetzt schon zu kennen: „Man wird keine Schuldigen finden. Der Einsturz kam absolut überraschend.“

Vorwürfe.
Die betroffenen Bewohner, die vorübergehend in einem Hotel untergebracht wurden, glauben nicht an Schicksal. Angeblich haben sie mehrmals auf Risse in der Mauer hingewiesen, wurden aber von der Baufirma beruhigt.


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