27. Dezember 2007 15:18
Der massive Brand in einem Wiener Kopiergeschäft hat das Erdgeschoß eines
Mehrparteienwohnhauses. Die Filiale brannte komplett aus, zahlreiche
Fensterscheiben der darüberliegenden Appartements barsten, auch zwei vor dem
Gebäude abgestellte Pkw gingen in Flammen auf. Bis auf eine Frau, die mit
einer leichten Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden musste, gab es
keine Verletzten.
Defekter Heiz-Gaskonvektor
Kurz nach 10.30 sei der Brand in dem
Kopiergeschäft ausgebrochen, berichteten Feuerwehr und Polizei. Verursacht
wurde das Feuer durch einen Gas-Heizkonvektor. Ein technischer Defekt oder
Fahrlässigkeit sollen den Brand ausgelöst haben. Möglicherweise wurden
Gegenstände an den Konvektor gelehnt, so die Exekutive. Der permanente
Gasaustritt aus dem im Geschäft abgestellten Gerät habe die Flammen enorm
verstärkt. Eine Explosion habe es glücklicherweise nicht gegeben.
Passanten schlugen Alarm
Entdeckten wurden die Flammen sowie die
starke Rauchentwicklungen von Passanten, die Alarm schlugen. Zwei
Mitarbeiter der Filiale, die sich im Keller des Gebäudes befanden, bemerkten
das Feuer zunächst nicht. Das Nachfüllen der Druckerpatronen habe enormen
Lärm verursacht, so die Polizei. Die beiden Männer konnten sich selbst
gerade noch rechtzeitig ins Freie retten.
In einem Großeinsatz rückte die Feuerwehr mit 60 Mann und rund 20
Einsatzwägen aus. In den Appartements über dem Geschäft befanden sich zum
Zeitpunkt des Brands keine Bewohner, niemand musste evakuiert werden. Der
Rauch zog sich über die gesamte Fassade bis zum Dach. Eine ältere Frau aus
einem Nachbarhaus atmete die Gase ein und musste ins Spital gebracht werden.