Erfolg in Schönbrunn
Elefant mit Tiefkühl-Sperma befruchtet
Weltsensation: Die 26 Jahre alte "Tonga" ist im neunten Monat trächtig.
Der Freude im Wiener Tiergarten Schönbrunn ist enorm. Die Elefantendame Tonga ist im neunten Monat trächtig. Und Tonga ist eine absolute Weltsensation. „Erstmals ist es gelungen, einer Elefantenkuh tiefgekühltes Sperma eines frei lebenden Bullen aus Südafrika einzusetzen“, freut sich Tiergarten-Sprecherin Johanna Bukovsky.
Diese „revolutionäre Technik“ biete neue Chancen für die Nachzucht bedrohter Tierarten. Heute will Bukovsky erste Ultraschallbilder des ungeborenen Elefantenbabys zeigen.
Elefantendame Tonga, mit 26 Jahren im besten Mutteralter, wurden Keimzellen entnommen und mit dem tiefgekühlten Sperma des Bullen vermischt. Dann wurden Eier und Sperma gemeinsam wieder in die Gebärmutter von Tonga eingesetzt. Das Experiment verlief erfolgreich: Die Kuh wird im September nächsten Jahres einen kleinen Elefanten zur Welt bringen.
Das Projekt wurde von Schönbrunn gemeinsam mit dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, dem französischen „Zooparc de Beauval“ und dem amerikanischen „Pittsburgh Zoo“ verwirklicht.
Das Sperma kommt von frei lebendem Bullen
Das Rätsel, wie der Tierpark Schönbrunn zum Sperma eines „wild lebenden Elefantenbullen aus Südafrika“ kommt, konnte Zoo-Sprecherin Bukovky locker lösen: Der Bulle werde in freier Wildbahn betäubt und dann ganz unromantisch „abgesamt“, wie der Fachausdruck lautet.
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