07. Februar 2010 18:13
Es ist ein Winter der Extreme: Das Wochenende über schneite es erneut auf
den Bergen bis zu 20 Zentimeter, sogar Wien wurde am Sonntag eingeschneit,
Teile der Hauptstadt liegen seit sechs Wochen ohne Pause unter einer
Schneedecke. Auf den Bergen herrscht Alarmstufe Rot: In nur einer Woche
starben 10
Personen unter Lawinen. Kältepol war gestern das Burgenland mit minus 7
Grad in Bernstein.
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Die Erklärung für den derzeit ungewöhnlich heftigen und lang andauernden
Winter: „Heuer dringt die kältere Polarluft viel weiter über Europa vor als
in vergangenen Jahren“, so Clemens Mad von der Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik. „Wenn der Kontinent stärker mit Schnee bedeckt
ist, breitet sich die kalte Luft stärker zu uns aus“, so Mad.
Noch 1 Meter Schnee bis zum Ende des Monats!
„Es bleibt sehr
winterlich, vom Osten her kommen weiterhin Kälte und Schnee“, prognostiziert
Karsten Brandt vom Wetterdienst donnerwetter.de. Bis Mitte Februar sollen
noch bis zu 50 Zentimeter Schnee fallen, so der Experte. Und: bis zum Ende
des Monats könnte es hochgerechnet noch einen Meter schneien.
Der „Endlos-Winter“ kostet uns heuer insgesamt rund 400 Millionen Euro mehr
als im Vorjahr! Haushalte müssen Hunderte Millionen extra für das Heizen
ausgeben, der Winterdienst hat bis zu 80 Prozent Mehraufwand.
Die Skigebiete jubeln jedenfalls über den Schneefall rechtzeitig zu den
Semesterferien: „Wir haben derzeit die geilste Wintersituation. Und: Wir
haben Schnee, der garantiert bis nach Ostern ausreicht. Das wird der coolste
März aller Zeiten! Wir haben tollen Schnee auf der Piste, aber unglaubliche
Lawinengefahr im ungesicherten Gelände“, meint der Kitzbüheler
Tourismusobmann Christian Harisch.