04. Dezember 2008 23:01

Fall Kampusch 

Ermittlungen in Richtung Kinderpornos

Laut dem BK-Chef Lang gab es im weiteren Umkreis des Falles Natascha Kampusch Verdachtsmomente in Richtung Kinderpornografie.

Ermittlungen in Richtung Kinderpornos
© APA/Polizei

Im Fall Natascha Kampusch wird in Richtung Kinderpornografie ermittelt. Das sagte der neue Leiter des Bundeskriminalamts (BK), Franz Lang, in der "ZiB2" am Donnerstag. Es seien "im weiteren Umkreis" des Falls "Verdachtsmomente in Richtung Kinderpornografie und eines Pornoringes" aufgetaucht. Diese Aspekte würden nun ermittelt, so Lang. Gegenüber der Tageszeitung ÖSTERREICH wird Lang konkreter: " Es gibt Hinweise, dass Kampuschs Entführer-Wolfgang Priklopil Kontakt und Freundschaften zu Menschen hatte, die sich im Kinderporno-Bereich aufhalten. Gegen konkrete Personen wird jetzt ermittelt."

Nichts mit Natascha zu tun?
"Es gibt aber noch keinen Beweis, dass diese Personen Kontakt zu Kampusch gehabt hatten", sagte Lang am Donnerstag. Am Freitag wurde Lang noch konkreter: Die Ermittlungen hätten "keinen Bezug" zu Natascha Kampusch selbst. "Sie hat damit nichts zu tun", so Lang. Im Zuge der Recherchen seien gegen Personen Verdachtsmomente aufgetaut, denen "der Vollständigkeit halber" nachgegangen wird. Diese Personen stünden aber in "keinem Zusammenhang" mit Kampusch.

Die Theorie eines zweiten Entführers sei hingegen nicht im Umfang des Ermittlungsauftrages. Gefragt, ob er an einen zweiten Entführer glaube, sagte Lang: "Es ist völlig offen, die Ermittlungen laufen."


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