20. Oktober 2012 18:22

Leiche in Auto entdeckt 

Ex-Sängerknabe erschlägt Studentin

Als die Studentin aufdeckte, dass ihr Freund ein Lügner war, wurde sie brutal ermordet.

Ex-Sängerknabe erschlägt Studentin
© privat

Seit Montag wurde die 21-jährige Jasmin H. aus Sieghartskirchen von ihren Eltern, die getrennt leben, vermisst. Der Vater Hermann H., ein pensionierter Polizist, und Gabriele H. ahnten nur, dass irgendetwas Schlimmes passiert sein musste, seit die Tochter mit ihrem neuen Freund in die von der Mutter zur Verfügung gestellte, kleine Studentenwohnung in Wien gezogen ist. Denn auf dem Handy war die Chemie-Studentin nicht mehr zu erreichen.

Der neue Freund erging sich indes in immer absurderen Ausreden, warum Jasmin nicht zu sprechen sei. Einmal war der Akku leer, ein zweites Mal war sie mit Freundinnen, aber ohne Handy unterwegs.

Mit jeder Minute, die ohne Kontakt zu seiner Tochter verging, schrillten bei ihrem Vater – der bis vor Kurzem noch auf dem Posten Sieghartskirchen Dienst versehen 
hatte – die Alarmglocken.

Dann wurde der 26-jährige Schulabbrecher, der einst bei den Wiener Sängerknaben Vorzugsschüler gewesen war, von den Ermittlern der NÖ-Mordgruppe einvernommen. Chefinspektor Leopold Etz: „Der Verdächtige verwickelte sich in Widersprüche, bis er schließlich ein Geständnis ablegte“ – und die Cops zum „Grab“ seines Opfers führte.

„Mein Sohn ist ein schwieriger Mensch“
Die Studentin lag in einem Leintuch eingewickelt im Kofferraum des Skoda Fabia von Christopher L., den er von seinem Großvater geschenkt bekommen hatte. Jasmin H. hatte er mit einer 55 Zentimeter langen Axt im Haus ihrer Mutter erschlagen, weil sie dahintergekommen war, dass er ihr nur Märchen aufgetischt hatte. So fuhr der mutmaßliche Täter beziehungsmäßig mehrgleisig, und eine Arbeit hatte der junge Mann, den Jasmin H. aus dem Dunstkreis ihrer ehemaligen Schule – der HBLVA für chemische Berufe in Hernals – kannte, auch nicht.

Der leibliche Vater von Christopher L. – dieser sitzt in U-Haft in St. Pölten – zu ÖSTERREICH: „Mein Sohn ist leider ein wirklich schwieriger Mensch. Viele in der Familie haben den Kontakt zu ihm abgebrochen, weil er nur lügt. Bei seiner letzten Arbeit bei der Post flog er raus, weil er nach drei Tagen einen Unfall hatte, der aber auch nur erfunden war.“ Im Polizeiakt tauchen einige Einträge wegen Suchtgiftmissbrauchs (Haschisch) auf.

(kor, kuc)




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