20. September 2008 10:39

Explosion 

Fliegerbombe verursachte leichtes Erdbeben in Wien

In einer Gärtnerei kam es offenbar zu einer unterirdischen Explosion. Arbeiter fanden in der Früh den Krater.

Fliegerbombe verursachte leichtes Erdbeben in Wien
© APA/ Oczeret
Fliegerbombe verursachte leichtes Erdbeben in Wien

Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Freitagabend eine Gärtnerei in der Meischlgasse 38 in Wien-Liesing verwüstet. Es handelte sich vermutlich um einen 250-Kilo-Sprengkörper, der mit einem Säurezünder versehen war. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, die Gärtnerei ziert allerdings ein 14 Meter breiter und sechs Meter tiefer Krater.

Erdbeben-Verdacht
Der Sprengkörper ging in den Abendstunden hoch. Die Erschütterungen wurden von vielen Personen wahrgenommen und lösten Sorge aus. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hatte die Explosion der Fliegerbombe daraufhin zunächst als leichtes lokales Erdbeben ohne messbaren Magnitudenwert eingestuft. Die Feuerwehr sprach in der Früh von einem dumpfen, explosionsartigen Knall, der für Verwirrung gesorgt habe. Anrainer hätten ausgesagt, sie hätten Erschütterungen gespürt.

Mitarbeiter entdeckte Krater
Der Besitzer der Gärtnerei befand sich zum Zeitpunkt der Explosion in seinem etwa 100 Meter entfernten Wohnhaus. Er bemerkte einen dumpfen Knall und ging vor die Tür, um nachzusehen, was los war. Den Krater sah er jedoch nicht. Erst in der Früh entdeckte ein Mitarbeiter der Gärtnerei den ziemlich ausgedehnten Bombentrichter auf freiem, wenngleich bepflanztem Gelände.

Die Bombe dürfte 1944 oder 1945 abgeworfen worden sein und sich etwa drei Meter ins Erdreich gebohrt haben. "Aus irgendeinem Grund hat der Säurezünder nicht ausgelöst", so ein Experte. Vermutlich dürfte letztendlich das Plättchen kollabiert sein, dass den Schlagbolzen halten sollte. So dürfte der Mechanismus ausgelöst haben.

Foto: (c) AP


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