Régis Jauffret in Wien
Fritzl-Autor vor Lesung in Angst
Laut Verlag hat der Franzose Angst, will sogar Polizeischutz für seinen Auftritt anfordern.
Für einige Kritiker ist das Fritzl-Buch des Franzosen "das erbärmlichste und dümmste Werk" des Jahres. Andere feiern die fiktionale Aufarbeitung des Inzest-Dramas als literarische Sensation.
In Frankreich war "Claustria" jedenfalls ein Bestseller. Der Roman beschreibt den aufsehenerregenden Kriminalfall um Josef Fritzl, 77, der seine Tochter 24 Jahre im Keller einsperrte und 7 Kinder mit ihr zeugte.
Nun erschien das umstrittene Skandal-Werk (528 Seiten) auch bei uns. Autor Jauffret ist extra aus Marseille angereist, wird heute (ab 19 Uhr) im Wiener Rabenhoftheater aus seinem Werk lesen.
Autor fürchtet Demos, Polizei weiß von nichts
Ein Skandal scheint vorprogrammiert. Gegner des Autors kündigten Demonstrationen an. Jauffret selbst will sogar um Polizeischutz für seinen Leseabend bitten: "Wir wissen davon allerdings nichts", heißt es dazu bei der Wiener Polizei auf ÖSTERREICH-Anfrage: "Auch sind uns keine großen Demonstrationen angekündigt worden."
Jauffret, 57, wirft den österreichischen Behörden in dem Skandal-Buch vor, Fakten vertuscht und Tatsachen verdreht zu haben. Polizei und Justiz weisen das entschieden zurück.
(wek)
Neu anmelden
Login |





