Neue Hausordnung
Gäste dürfen weiter im MQ saufen
Wien, 10. Juni 2009 Das Verbot des MQ, mitgebrachte Getränke zu konsumieren, hat einen Entrüstungssturm ausgelöst. Direktor Wolfgang Waldner rudert jetzt zurück.
Große Aufregung im Museums-Quartier: Wie ÖSTERREICH berichtete, löste die neue Hausordnung – diese sieht unter anderem vor, dass mitgebrachte Getränke im Hof nicht mehr konsumiert werden dürfen – eine Welle der Entrüstung aus.
Securities
Voriges Wochenende wurde das Verbot erstmals von
ebenso bulligen wie Angst einflößenden Securities exekutiert. Philipp, 16
Jahre alt und Schüler: „Einer von denen ist bedrohlich nahe auf mich
zugekommen und hat gesagt: ‚Den Schluck kannst noch trinken und wenn du die
Dose dann nicht weggibst, schmeiß ich dich höchstpersönlich hier raus.' Das
ist eine Frechheit auf einem öffentlichen Platz.“ Oskar, ebenfalls 16: „Ich
habe von einem Freund gehört, dass die mit einer Taschenlampe in den
Rucksack leuchten und schauen, ob man Bier mithat.“
Protesttrinken im MQ
Der Widerstand gegen die Regelung hat sich
schneller formiert, als so manchem – vor allem dem Direktor des
einzigartigen Kulturareals Wolfgang Waldner – lieb ist. In Windeseile wurde
übers Internet zum Protest aufgerufen. (Am 20. Juni von 18.00 bis 18.05
gibt’s ein kollektives Zuprosten mit mitgebrachtem Bier im Hof des MQ.)
Einige tausend Leute sollen sich schon angemeldet haben ?
Waldner: Bier bleibt erlaubt
Am Dienstag machte Waldner – wohl
aufgrund der massiven öffentlichen Empörung und des Protests etwas in Panik
geraten – einen ersten Rückzieher: „Wir werden nicht einschreiten, wenn
Jugendliche ihr Bier mitnehmen und es friedlich im Hof trinken. Exekutiert
wird das Verbot nur bei Randalierern und bei jenen, die Bier mitnehmen und
es dann hier im Hof schwarz verkaufen.“
Wird das Verbot zurückgenommen?
Waldner: „Nein, ich brauche
eine Handhabe gegen jene, die alle anderen stören und wüste Exzesse liefern.
Das Verbot richtet sich jedoch nicht gegen 99 Prozent der Besucher.“ Er will
das Bierverbot genauso wie das seit Jahren existierende Ghettoblaster-,
Fahrrad- und Frisbeeverbot handhaben: Nur wenn’s zu bunt wird, wird
eingegriffen.
Autor: Karin Tomka
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agnesbauer (10.06.2009 11:48)
der waltdner
glaubt der chef über alles zu sein. Ist er nicht, die jungen leute drinken ihr bier wann und wo sie wollen, auch im MQ. Es kann niemand gezwungen werden bei den Gastronomen zu konsumieren. Wenn Franzi fünf Bier im MQ mithat und zwei davon an Peppi verkauft, dann geht das den Waldner auch einen Dreck an. Will er die Rucksäcke kontrollieren lassen wie viel Getränke wer mit hat oder was will der waldi sonst noch, hat er ein persönlich größeres Problem?
Caesarino (10.06.2009 10:48)
dem
Herrn Waldner ist wohl etwas zu Kopf gestiegen? Vielleicht zuviel Alk?

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