17. Oktober 2009 08:23

Harakiri in Wien 

Hausmeister rammte sich Messer in Bauch

Familienangehörige schliefen offenbar zum Tatzeitpunkt im Nebenzimmer.

Hausmeister rammte sich Messer in Bauch
© APA/HERBERT NEUBAUER

Was vorerst nach einem Mord ausgesehen hat, hat sich nun doch als Selbstmord herausgestellt: Ein 56-jähriger Hausmeister wurde von Familienangehörigen in der Nacht auf Samstag in seiner Wohnung in Wien-Währing tot aufgefunden. Der Serbe wies mehrere Messerstiche im Brustbereich auf - nach einer Obduktion der Leiche ging die Polizei davon aus, dass sich diese der 56-Jährige mit einem sichergestellten Küchenmesser selbst zugefügt hat.

Leiche im Wohnzimmer
Die Ehefrau des Opfers (58) und der Sohn (39) waren gegen 2.30 Uhr am Samstag von einer Feier in die Wohnung in der Hildebrandgasse zurückgekehrt und hatten die Leiche im Wohnzimmer gefunden. Die 31-jährige Tochter des Paares und ein dreijähriges Kind schliefen zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung - die Frau hatte vom Vorfall nichts bemerkt. Die Familie alarmierte die Exekutive.

Obduktion
In den Morgenstunden erfolgte die Obduktion: "Aufgrund der Lage der Stiche und des Stichkanals" gehe man von einem Selbstmord aus, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Auch die Einvernahmen der Angehörigen seien schlüssig. Weiters hatte es keine Spuren eines möglichen Einbruchs oder einer Auseinandersetzung gegeben.


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