16. März 2010 14:33
Von einem illegalen Ölofen soll jener Brand in Wien-Margareten ausgegangen
sein, bei dem am Montag ein 69-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt
worden ist. Das Gerät sei in Betrieb gewesen und vermutlich die Ursache für
das Feuer, sagte eine Polizeisprecherin. Möglicherweise passierte ein Fehler
beim Beheizen. Diese Annahme könne man aber erst jetzt genau überprüfen: Das
stark ausgebrannte Gebäude in der Stolberggasse 55 war bis Dienstag 13.30
Uhr nicht begehbar.
Aufgrund der langwierigen Löscharbeiten mit Wasser und Schaum von 11.00 bis
knapp vor 17.30 Uhr befand sich am Dienstag kniehoher Schlamm am Boden. Die
tragende Bausubstanz des Hauses könnte durch die enorme Feuchtigkeit bzw.
die Flammen zu Schaden gekommen sein. Dies müsse ein Statiker beurteilen.
Laut Feuerwehr besteht keine akute Einsturzgefahr, die Decke zwischen
drittem und viertem Stock ist allerdings durchgebrannt.
Alarmstufe zwei
Das Feuer fiel so massiv aus, da ein 150
Quadratmeter großes, vollgeräumtes Lager in Brand geraten war. Laut Polizei
waren dort leicht brennbare Gegenstände wie Kartons, Leder und Gerümpel
verstaut. In späterer Folge ging auch ein zweites Lager im vierten Stock in
Flammen auf und die Feuerwehr löste aufgrund der Brandintensität Alarmstufe
zwei aus.
Außer Lebensgefahr
Der schwer verletzte 69-Jährige, dessen
Wohnung und Koffer-Reparatur-Firma in dem Gebäude untergebracht ist,
befindet sich auf dem Weg der Besserung. Damit sich seine Lunge regenerieren
kann, wurde er am Dienstag im Spital in Graz in einer Druckkammer behandelt.
Die Einsatzkräfte musste den Mann leblos aus dem Stiegenhaus im vierten
Stock bergen und wiederbeleben. Er erlitt eine starke Rauchgasvergiftung.
Entdeckt wurde der Brand von Lehrern der angrenzenden Volksschule, aus den
gassenseitigen Fenstern drangen Rauchschwaden. Die Schule war am Montag aus
Sicherheitsgründen von der Direktion evakuiert worden. Bis auf den
69-Jährigen wurde niemand verletzt: In dem ausgebrannten Haus lebte neben
dem Mann nur dessen Frau, die nicht zu Hause war.