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Irrer Stalker 10 Mal vor Messermord angezeigt

Opfer-Familie klagt an

Irrer Stalker 10 Mal vor Messermord angezeigt

Die vergangenen eineinhalb Jahre ging die Aus­troserbin Dragica E. durch die Hölle. Damals erfuhr sie von der Vergangenheit ihres Mannes, der wegen Mordes in der Schweiz laut Familie eine 15-jährige Haftstrafe verbüßt haben soll, und wollte sich deshalb von Brahim E. (67) scheiden lassen. Der Kosovoalbaner rächte sich auf perfide Weise.

Er verfolgte die 59-Jährige, die er einst in der Justiz­anstalt Josefstadt kennen­gelernt hatte. Er schrieb ununterbrochen SMS, verkleidete sich sogar und lauerte ihr auf. Familienangehörigen bot er Geld, wenn sie ihm den Aufenthaltsort seiner Noch-Ehefrau verraten würden. Traf er die 59-Jährige auf der Straße, bedrohte er sie mit dem Umbringen, setzte ihr mehrfach ein Messer an die Kehle.

Dragica E. Mord Favoriten © privat
Dragica E. wurde auf offener Straße erstochen.

Polizei widerspricht 
den Angehörigen

Der Neffe des Mordopfers, das am Pfingstsonntag gegen 13 Uhr auf offener Straße in Wien-Favoriten getötet wurde, zu ÖSTERREICH: „Sie hat auf drei Polizeiinspektionen mindestens zehn Mal Anzeige erstattet, allein drei Mal in den vergangenen sechs Monaten“, sagt Stanko N. (42). Dragica E. sei auf den Wachen im 20., 21. und 2. Bezirk gewesen. Die Polizei widerspricht. 2017 seien zwei Anzeigen eingegangen, denen auch nach­gegangen worden sei. Dennoch stellte Brahim E. seinem Opfer weiter nach, der Terror durch den Kosovoalbaner ging unvermindert weiter.

„Er wird mich bald umbringen“, hatte Dragica E. zu ihrer Familie gesagt: Nicht einmal 24 Stunden später war sie tot. Brahim E. hat die Tat gestanden, die Tötungsabsicht aber bestritten. Es gilt die Unschuldsvermutung.(sia)

Immer wieder Morde nach Versagen der Behörden

Der aktuelle Mord auf offener Straße in Wien-Favoriten scheint sich in eine Liste ähnlich gelagerter Fälle einzureihen. Immer wieder geschehen schreckliche Bluttaten, obwohl vor den Tätern gewarnt wurde oder diese amtsbekannt waren. Treffen die Angaben der jetzt betroffenen Hinterbliebenen zu, so war auch vor dem mutmaßlichen Mörder Brahim E. ausreichend gewarnt worden, das Opfer soll sich mehrfach hilfesuchend an die Polizei gewandt haben.

Bislang eklatantester Fall war der Eisenstangen-Mord vom Wiener Brunnenmarkt. Ein einschlägig bekannter Asylwerber blieb so lange unbehelligt, bis er eine 54-Jährige erschlug. Eine Kommission stellte später gravierende Mängel in der Koordination der Zuständigen fest. Besserung wurde gelobt.

Doch erst vor Kurzem erschlug ein Nigerianer in einer Asylunterkunft einen 26-Jährigen. Auch dieser Täter galt als tickende Zeitbombe, saß schon zweimal in Schubhaft und konnte dann dennoch morden.

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