23. November 2009 07:45

Ausgehverbot 

Junge Türkin an Bett gefesselt

Eine türkische Familie unterdrückte mit Gewalt den Freiheitsdrang einer jungen Frau. Sie wurde ans Bett gefesselt und geschlagen.

Junge Türkin an Bett gefesselt
© AP

Erst vor wenigen Tagen stürzte sich eine junge Türkin in Graz in den Tod, um einer Zwangsheirat zu entgehen. In Floridsdorf lebt ein anderes türkischstämmiges Mädchen in ähnlichen mittelalterlichen Lebensumständen.

Die hübsche 17-Jährige geht mit ihren Freundinnen gerne aus, natürlich treffen sie auch Burschen. Das ist der Familie offensichtlich ein großer Dorn im Auge.

Macht in der Familie
Und wie aus vielen Fällen in Deutschland bekannt, ist es einmal mehr der ältere Bruder, der die kleine Schwester „züchtigt“, weil sie ihre angeblich türkischen Traditionen verleugnet – also nicht nach den anatolischen Werte-Vorstellungen in Wien lebt.

„Offenbar konnte es der Bruder nicht ertragen, dass seine Schwester Burschen trifft“, berichtet ein Polizeisprecher. Deswegen habe der 22-Jährige am Freitagnacht seine Schwester von einer Party in die Wohnung der Eltern zurückgezerrt und später verprügelt und schließlich ans Bett gefesselt.

Familie schaute zu
Stunden später, Samstag früh, kann sich das Mädchen teilweise von den Fesseln befreien, erwischt ihr Handy und wählt den Notruf. Sie schildert ihre Lage und bittet flehentlich um Hilfe.

Die Beamten rücken sofort aus. „Als sie das Mädchen aus ihrer misslichen Lage befreiten, waren ihre Mutter und eine Schwester anwesend. Die 17-Jährige hatte Blutergüsse und kam ins Spital, wenig später wurde ihr Bruder festgenommen“, so der Polizeisprecher.


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