Gemälde gestohlen
Kein Hinweis auf Wiener Kunstdieb
Die Ermittler tippen auf einen "Kriminaltouristen" als Täter.
Kein einziger Hinweis ist bisher zu einem Kunstdieb eingegangen, der in ziemlich dreister Manier in zwei Wiener Innenstadthotels drei Gemälde gestohlen hat. Die Ermittler tippen deshalb auf einen "Kriminaltouristen", der sich nach seinem erfolgreichen Beutezug in den Nobelherbergen Sacher und Imperial gleich wieder ins Ausland abgesetzt haben könnte.
Bilder des Täters
Einziger Anhaltspunkt der Kriminalisten sind weiterhin die Bilder aus der Videoüberwachung, die am Montag veröffentlicht wurden, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger am Dienstag. Denn bisher konnten auch keine Verbindungen zu anderen Kunstdiebstählen gefunden werden. Hinweise auf den Gesuchten nimmt das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Ost, unter der Telefonnummer 01/31310 DW 62800 (Journaldienst) entgegen.
Der Kunstdieb mit Stirnglatze soll am 6. und 7. Oktober aus den Zimmergängen der Hotels die Kunstwerke aus den Bilderrahmen genommen und in einer Plastiktasche bzw. unter seinem Regenponcho versteckt abtransportiert haben. Angestellte bemerkten die fehlenden Bilder, die Hoteliers erstatteten Anzeige. Bei der Beute handelt es sich um das dem Wiener Biedermeier-Maler Johann Matthias Ranftl zugeschriebene Ölgemälde "Nach dem Brand", um den "Jäger" des Landschaftsmalers Leopold Fertbauer und die "Heilige Familie", eine Kopie nach Raffael.
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