05. November 2007 15:05

Mann in Haft 

Kleinkind nach Misshandlung gestorben

Unter Verdacht der Kindesmisshandlung mit Todesfolge stehen eine 22-Jährige aus Schwaz in Tirol und ihr 23-jähriger Freund aus dem Bezirk Wien-Umgebung.

Kleinkind nach Misshandlung gestorben
© APA

Blutergüsse am ganzen Körper, schwere Hirnverletzungen wie nach Schlägen mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf: Als der 17 Monate alte Luca in der Nacht auf Freitag mit einem Notarzthubschrauber ins Wiener SMZ-Ost eingeliefert wurde, schlugen die Ärzte dort sofort Alarm.

Martyrium
Am Samstag starb der Kleine an seinen furchtbaren Verletzungen – am selben Tag nahmen Fahnder des Kriminalamtes NÖ (Außenstelle Korneuburg) Lucas Mutter Melanie G. (22) und deren Freund Fritz D. (23) fest.

Die Frau stammt aus Schwaz in Tirol, ihr Lover, der nicht der Vater des Kleinen war, lebt als Tischler in Schwechat. Im ganzen Land nahm er Gelegenheitsjobs an. So lernte er auch die zweifache Mutter Melanie G. kennen. In Schwechat wie in Tirol soll Luca über vier Monate hinweg immer wieder misshandelt worden sein. Das junge Paar war mit dem Kind öfters im Spital – bis Luca schließlich in Schwechat jene Kopfverletzungen erlitt, an denen er am Samstag starb.

Haft
Beide Verdächtigen bestreiten die Tat. Staatsanwältin Daniela Kainz vom Landesgericht Korneuburg hat noch am Samstag die U-Haft für den 23-Jährigen beantragt. „Ihm wird Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, sowie Quälen und Vernachlässigen Unmündiger vorgeworfen“, so Kainz. Eine Obduktion der Kinderleiche wurde angeordnet. Mutter Melanie G. wurde am Montag auf freien Fuß gesetzt, ihr Freund bleibt hinter Gittern.


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