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Lesbenkuss: Protestwelle gegen Café Prückel

Lokalverbot für Lesben

Lesbenkuss: Protestwelle gegen Café Prückel

Anastasia Lopez (19) und ihre Lebensgefährtin Eva Prewein (26) können es noch immer nicht fassen: Es war nur ein kurzer Kuss zur Begrüßung. Doch dieser genügte, dass die beiden Frauen, die seit acht Monaten in einer Partnerschaft leben, im Wiener Traditionscafé Prückel zuerst vom Kellner und dann von der Café-Chefin gerügt und letztlich des Lokals verwiesen wurden. „Die Café-Chefin sagte wörtlich, sie wolle unsere Andersartigkeit nicht, sei von uns angeekelt und wir sollten nicht ins Café, sondern in ein Puff gehen“, fassen die beiden Frauen das Geschehene im Interview mit ÖSTERREICH zusammen.

Diashow Wirbel um Lesben-Paar in Cafe

Weil sie sich küssten, wurden zwei Wienerinnen im Café Prückel des Lokals verwiesen.

Weil sie sich küssten, wurden zwei Wienerinnen im Café Prückel des Lokals verwiesen.

Weil sie sich küssten, wurden zwei Wienerinnen im Café Prückel des Lokals verwiesen.

Weil sie sich küssten, wurden zwei Wienerinnen im Café Prückel des Lokals verwiesen.

Weil sie sich küssten, wurden zwei Wienerinnen im Café Prückel des Lokals verwiesen.

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Tausende wollen für 
Toleranz demonstrieren
Protest. Um der Enttäuschung über das Vorgehen im Café Prückel Luft zu machen, riefen die beiden Wienerinnen zur Demo für mehr Toleranz auf. „Bisher haben sich 3.000 Menschen angekündigt. Wir sind von der großartigen Unterstützung unseres Anliegens, dass Lesben, Schwule und Transgender nicht weiter diskriminiert werden dürfen, überwältigt“, so Prewein. Und weiter: „Wir lassen uns unsere Liebe sicher von niemandem verbieten!“

Video zum Thema Wegen Knutscherei aus Cafe geschmissen?

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

Lopez & Prewein im Interview.

ÖSTERREICH: Wie ist man im Café Prückel mit Ihnen umgegangen?
Eva Prewein: Wir wollten dort einen Tee trinken und haben uns zur Begrüßung geküsst. Sofort haben wir die angewiderten Blicke des Kellners gemerkt. Er ist dann zu uns an den Tisch und hat betont, dass wir solche Dinge unterlassen sollen. Wir wurden daraufhin von ihm auch ignoriert. Bevor wir gegangen sind, wollten wir noch mit der Geschäftsführerin sprechen, um das Fehlverhalten des Kellners zu besprechen.

ÖSTERREICH: Kam es zum Gespräch?
Anastasia Lopez: Ja, die Prückel-Chefin hat uns erklärt, dass der Kellner nach ihren Anweisungen gehandelt hat, denn sie wolle keine „Andersartigkeiten“ in ihrem Lokal. Und sie hat gesagt, dass wir in ein Puff gehen sollten und nicht in ein Traditionscafé. Sie sei von uns angewidert und angeekelt.

ÖSTERREICH: Sie haben zu einer Protest-Demo gegen das Café Prückel aufgerufen. Tausende haben ihre Teilnahme angekündigt. Ist das nun für Sie Genugtuung genug?
Lopez: Wir freuen uns sehr, dass uns so viele Menschen unterstützen. Aber es geht uns nicht um Genugtuung: Wir wollen als lesbisches Pärchen akzeptiert werden. Und dafür werden wir kämpfen. Wir lassen uns unsere Liebe nicht verbieten.

(iri)

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