26. Juli 2008 14:46

Richie meets Radovan 

Lugner will Karadzic gesehen haben

Dem Baulöwen zufolge war der mutmaßliche Kriegsverbrecher in der Lugner City einkaufen. Angesprochen hat er ihn aber nicht.

Lugner will Karadzic gesehen haben
© CSI/AP

Auch Baumeister Richard Lugner will den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic in Wien gesehen haben. Ein Mann der wie der ehemalige bosnisch-serbische Präsident ausgesehen habe, sei "bei uns, in der Lugner City" gewesen, erzählte der Wiener Unternehmer. Er habe ihn in Erinnerung behalten, "weil er so komisch ausgeschaut hat".

Nicht mit ihm gesprochen
Es sei durchaus möglich, dass der von ihm in der Lugner City gesehene Mann Karadzic gewesen sei, meinte Lugner. Immerhin habe er im 15. Wiener Bezirk gewohnt, wo auch das Einkaufszentrum liegt. "Ich habe ihn aber nur wahrgenommen, ich habe nicht mit ihm gesprochen", so Lugner. Nach seiner Festnahme in Belgrad vorigen Montag waren Fotos des Ex-Staatschefs veröffentlicht worden, auf denen er mit langem, weißen Bart und einem hochgesteckten Zöpfchen zu sehen war.

Shoppen am Meiselmarkt
Karadzic soll in Wien auch öfter auf dem Meiselmarkt einkaufen gegangen sein. Zwei Serbinnen, die früher dort gearbeitet hatten, erkannten den ehemaligen Kunden auf den veröffentlichten "Guru"-Bildern. Den Frauen zufolge trug er immer schwarz und sprach nicht viel. Der Mann habe sie an den verstorbenen serbisch-orthodoxen Geistlichen Drago Govedarica erinnert. Der serbisch-orthodoxe Bischofsvikar war im Dezember 2005 in Niederösterreich einem Autounfall zum Opfer gefallen.

Als Wunderheiler in Wien
Karadzic dürfte eineinhalb Jahre lang in Wien gelebt und als Wunderheiler seine Dienste angeboten haben. Im Mai 2007 soll sogar die Cobra im Zug einer anderen Amtshandlung auf ihn gestoßen sein. Die Elite-Polizisten erkannten den Mann aber nicht und ließen ihn ziehen.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare
Top Gelesen Chronik
TOP Videos mehr >
Webtipps