08. Juli 2010 12:27

Erbschaftsschmuggel 

Mann geht mit 17,5 Kilo Gold spazieren

Bei einer Zollkontrolle in Vorarlberg staunten die Beamten, als sie beim Öffnen eines Kofferraums Goldbarren im Wert von 500.000 Euro fanden.

Mann geht mit 17,5 Kilo Gold spazieren
© APA

Vorarlberger Zollbeamte haben einen deutschen Pensionisten mit mehr als 17,5 Kilogramm Gold im Kofferraum seines Wagens aus dem Verkehr gefischt. Der Mann hatte die Goldbarren und Münzen im Wert von rund 500.000 Euro in der Ausnehmung für das Ersatzrad gelagert. Gegenüber den Beamten gab der Mann an, lediglich Bargeld bei sich zu haben. Weil er das Mitführen des Goldes nicht anmeldete, musste der Pensionist mittlerweile 35.000 Euro Strafgeld bezahlen.

Pensionist meldete nur 700 Euro
Der Pensionist wurde bereits am 21. April beim Grenzübertritt von St. Gallen nach Bregenz von den Zollbeamten kontrolliert. Eigenen Angaben zufolge führte der Mann lediglich 700 Euro Bargeld sowie einen kleinen Betrag an Schweizer Franken mit - womit er weit unter der bei 10.000 Euro angesetzten gesetzlichen Anmeldepflicht gelegen wäre. Als die Beamten aber den Kofferraum inspizierten, fanden sie 17,5 Kilogramm Gold in Form von Goldbarren und 15 Münzen.

35.000 Euro Strafe bezahlt
Der Deutsche sagte aus, das Gold mit dem Barvermögen aus einer Erbschaft in der Schweiz gekauft zu haben. Er habe das Gold in seine Heimat verbringen und für seine Alterssicherung verwenden wollen. Der Mann wurde wegen Hintergehung bereits rechtskräftig für schuldig befunden. Dafür musste er 35.000 Euro an den österreichischen Fiskus abführen. Auch den deutschen Finanzbehörden werde der Pensionist wohl noch erklären müssen, woher das Vermögen stammt.


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