05. April 2009 13:33

38 Beteiligte 

Massenschlägerei auf der Donauinsel

Russen und Linke haben aufeinander eingedroschen. Insgesamt 38 Menschen waren in die Rauferei verwickelt.

Massenschlägerei auf der Donauinsel
© sxc

Es war der erste Abend, den man heuer in Wien völlig unbeschwert im Freien genießen konnte: Samstagabend waren an die 20.000 Menschen auf der Donauinsel unterwegs, um die letzten Sonnenstrahlen dieses herrlichen Tages zu genießen.

Ungebetene Gäste
Unter ihnen waren freilich auch zwei Gruppen, die das schöne Wetter auf ihre eigene, höchst unsympathische Art nützen wollten: Im Bereich des Nordstegs trafen gegen 19.00 Uhr zwei Gruppen aufeinander, die tagsüber nicht nur Sonne getankt hatten, sondern offenbar auch jede Menge Dosenbier und wohl auch ansehnliche Dosen verbotener Substanzen intus hatten.

Linke als Fremdenhasser?
Was dazu führte, dass plötzlich ausgerechnet eine Horde linker Punks aus der Anarchoszene offenbar den Fremdenhass in sich entdeckte – sie gingen mit Fäusten, Holzlatten und allem, was sich als Hiebwaffe eignete, auf eine andere Gruppe los, die schon im Vorjahr in eine wüste Prügelei auf der Donauinsel verwickelt war – damals gegen Türken, was mit einem Schwerverletzten nach einem Messerstich endete: Die Anarchos hatten sich für den Aggressionsabbau jene jungen Männer ausgesucht, die laut Polizei großteils österreichische Reisedokumente haben, aber aus der russischen Föderation stammen.

Im Klartext: Die Tschetschenen, die seit einem Jahr diesen Teil der Donauinsel für sich beanspruchen. Eine halbe Stunde lang flogen die Fäuste, bis die ersten von einem Dutzend Funkstreifenwagen beim Nordsteg eintrafen und dem Spuk ein Ende bereiteten. Die Bilanz der Schlägerei laut Iris Seper von der Polizei: „Sechs Verletze, großteils mit Kratz- und Schürfwunden. Einige haben ordentliche Schwellungen und blaue Augen davongetragen. Wir haben ihre Personalien aufgenommen und erstatten Anzeigen.“


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