22. Juni 2009 12:21

Museum Albertina 

Mio-Kunstwerke vor den Fluten gerettet

In die Albertina ist Wasser eingedrungen. Kunstwerke wurden evakuiert.

Mio-Kunstwerke vor den Fluten gerettet
© APA

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Durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage ist es auch im Hauptdepot der Albertina zu einem Wasserschaden gekommen. "Sämtliche Maßnahmen wurden getroffen, um die Sicherheit der Kunstwerke zu gewährleisten", teilte das Museum am Dienstag in einer Aussendung mit. Als Vorsichtsmaßnahme wurden die bedeutendsten Werke der Sammlung, darunter Zeichnung von Dürer, Michelangelo, Rembrandt, Schiele und Klimt, evakuiert.

Um weiteres Eintreten von Feuchtigkeit zu verhindern, deckte die Feuerwehr der Stadt Wien die Oberfläche des Depots ab, hieß es in der Aussendung weiter. Alle zuständigen Ministerien und der Vorsitzende des Kuratoriums der Albertina seien umgehend in Kenntnis gesetzt worden und über die Sicherungsmaßnahmen informiert.

Heer in Alarmbereitschaft
Aufgrund der straken Regenfälle und der weiteren Wettervorhersagen ist das Bundesheer in Alarmbereitschaft. Das sagte Bundeskanzler Werner Faymann (S) am Dienstag nach dem Ministerrat. Bis zu 10.000 Soldaten würden für den Katastrophenschutz bereit stehen.

Hier gehts zum Liveticker zum Wetter-Chaos.

Die genaue Prognose im Detail

Am meisten betroffen ist das südliche Niederösterreich. In Traisen-, Erlauf- und Ybbstal ist „mit ziemlicher Sicherheit“ mit Überflutungen zu rechnen, so Salzer. In weiterer Folge würde auch der Donaupegel massiv in die Höhe schnellen.

15-jährliches Hochwasserereignis
Die MA 45 meldet, dass der Wasserstand der Donau weiter steigt, Wien ist aber durch einen umfangreichen Hochwasserschutz bestens vorbereitet. Die Hochwasserspitze wird für kommenden Freitag erwartet, das Maximum des Durchflusses wird ca. 8.000 Kubikmeter pro Sekunde betragen. Das entspricht einem 15-jährlichen Hochwasserereignis. Beim Hochwasserereignis im August 2002 handelte es sich um ein Jahrhundert-Ereignis.

Krisensitzung zum Donauinselfest
Das für das kommende Wochenende angesetzte Donauinselfest wackelt. Wenn es weiterhin so regnet, könnte die Donauinsel wie im Jahr 2002 überschwemmt werden. Am Nachmittag wird auf einer Krisensitzung das weitere Vorgehen beschlossen. Wenn nötig werden die Veranstalter das Fest absagen.

Hochwasser in Steyr
Der starke Regen hat in Steyr in Oberösterreich zu Hochwasser geführt: In der Nacht auf Dienstag wurde die Vorwarnstufe erreicht. Der Hydrographische Dienst des Landes erwartet, dass sich die Situation noch weiter zuspitzen wird. In Mauthausen soll im Laufe des Tages die Warngrenze überschritten werden. Auch im übrigen Bundesland gab es überflutete Keller und kleinere Murenabgänge.

ÖVP-Sommernachtsfest fällt ins Wasser
Buchstäblich ins Wasser fällt das traditionelle Sommernachtsfest der Volkspartei Niederösterreich: Der für Dienstagabend angesetzte festliche Event im Schloss Laxenburg (Bezirk Mödling) wurde kurzfristig abgesagt. Als Grund nannte die VP-NÖ das Schlechtwetter und den Dauerregen im ganzen Bundesland

Schneekettenpflicht im Sommer!
Starke Niederschläge und niedrige Temperaturen machten am Montag auf der Silvretta-Hochalpenstraße (L188) zwischen Vorarlberg und Tirol zwischen der Mautstelle Partenen und der Biele Höhe (2.032 Meter) Schneekettenpflicht für alle Fahrzeuge notwendig. In den kommenden 24 Stunden sei mit 60 bis 120 Millimetern Niederschlag zu rechnen - mit dem Schwerpunkt Voralpen im südlichen Niederösterreich. Die March, deren Wasserstand maßgeblich durch Niederschläge in Tschechien beeinflusst wird, führte am Dienstag Mittelwasser, die Tendenz sei steigend.

schneketten Foto: (c) APA

Während in der Früh auf 1.500 Meter Seehöhe Schnee fiel, stieg die Schneefallgrenze bis Mittag auf 1.800 Meter an. "Die Autofahrer mussten ihre schon verstauten Schneeketten wieder herausholen", hieß es beim ÖAMTC.

Weitere Verpflichtungen zum Anlegen von Ketten gab es in Vorarlberg außer der Silvretta-Hochalpenstraße nicht. Die Wintersperre der der 22,3 Kilometer langen Strecke mit 32 Kehren war erst am Pfingstwochenende aufgehoben worden.


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