22. September 2012 23:46

Protest in Wien 

Mohammed-Film: Hunderte vor US-Botschaft

Rund 700 Teilnehmer - Demonstration lief friedlich ab.

Mohammed-Film: Hunderte vor US-Botschaft
© APA

Zur Kundgebung gegen das umstrittene Mohammed-Video am Samstagabend vor der US-Botschaft in Wien-Alsergrund sind laut jüngsten Polizeiangaben rund 700 Teilnehmer gekommen. Die Gruppe der Demonstranten war sehr heterogen: Streng Gläubige mischten sich mit liberalen Muslimen, darunter fanden sich Frauen mit und ohne Kopftuch. Die überwiegende Mehrheit der Demonstranten waren junge Erwachsene. Geeint waren sie alle in ihrem Unmut und in ihrer persönlichen Betroffenheit über den umstrittenen Trailer des US-Films "Innocence of Muslims". Die Polizei sprach von einem "störungsfreien Ablauf der Kundgebung".

Während manche die Errichtung eines Kalifats propagierten, sprachen sich andere entschieden dagegen aus. "Wir sind hier um unseren Propheten zu verteidigen", sagte ein alter Mann mit weißem Bart und Kopfbedeckung - und sprach damit wohl für viele der Teilnehmer.

"Der Trailer hat so eine Wut in mir ausgelöst, ich hatte Tränen in den Augen", erzählte eine junge Frau mit Kopftuch. Ein anderer Teilnehmer kritisierte, dass "unser geliebter Prophet als ein Kinderschänder, Frauenverächter" in dem Film dargestellt werde. Sehr schockiert sei er gewesen, als er von dem Film erfuhr. Wie einige andere Demonstrationsteilnehmer auch, habe er den Clip nicht gesehen: "Ich will es mir nicht zumuten jemanden zu sehen, der meinen geliebten Propheten darstellt". Allein die Darstellung des Propheten als Mensch ist für strenggläubige Muslime anstößig.

Zur Demonstration sei er gekommen um friedlich dagegen zu demonstrieren, so der Mann weiter. Entschieden lehnte er die Gewaltwelle in der islamischen Welt aufgrund des Videos als "unislamisch" ab und sagte, dass die Demonstration auch gegen das Töten von Unschuldigen wie dem US-Botschafter in Libyen gerichtet sei. Eine junge Teilnehmerin mit Kopftuch entschuldigte sich sogar für die Attentate auf "unschuldige Menschen". Im libyschen Benghazi waren vier US-Amerikaner, darunter Botschafter Christopher Stevens, beim Sturm aufs US-Konsulat ums Leben gekommen.

Der Demonstrationszug in Wien war gut organisiert. Rund zehn von den Veranstaltern selbst gestellte Ordner in orangen Warnwesten hatten die Demonstrierenden von der U-Bahnstation Friedensbrücke zur US-Botschaft gelotst und gewissenhaft ihren Plätzen zugeteilt: Männer sollten in der vorderen Hälfte der Menschenmenge gehen, Frauen und Kinder in der hinteren. Einige der Demonstrationsteilnehmer hielten sich allerdings trotz Anweisungen nicht daran. Ein Teilnehmer wurde dabei beobachtet, wie er einen Kameramann aufforderte, das Filmen von Frauen zu unterlassen. Andere Teilnehmer wiesen ihn jedoch in seiner Kritik zurück.

Angekommen vor der US-Botschaft wurde spontan zum Gebet gerufen, an dem etwa die Hälfte der Demonstranten teilnahm. Im Anschluss an die darauf folgendende Kundgebung wurde die Veranstaltung vonseiten der Organisatoren gegen 18.30 Uhr beendet. Zur Organisation der Demonstration unter dem Motto "Protest gegen die Unzumutbarkeit der US-Filmindustrie und den Schmähfilm gegen den Propheten Mohammed" wurde eigens eine Facebook-Gruppe gegründet, hinter der Einzelpersonen stehen, darunter unter anderem der junge Österreich-Tunesier Abdullah F.
 




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18 Postings
the unholy meint am 24.09.2012 15:04:58 ANTWORTEN >
Also ich bin selbst koa religiöser Mensch was den christlichen Glauben etc. angeht, aber zwischen Meinungsfreiheit und Verunglimpfung, Verspottung, Verhöhnung usw. ist doch ein gravierender Unterschied und einfach eine Frage von Sittlichkeit!

Alles Andere beschreiben ja diverse User hier sowieso ganz nach meiner Einstellung!!!!
Und wer... (GAST) meint am 24.09.2012 14:12:44 ANTWORTEN >
...hat das genehmigt?
Diese Stadt geht vor die Hunde...Politiker macht etwas oder wartet ihr wirklich das irgendwann mal das österreichische Volk aufsteht?
Die glauben ja eh schon Wien gehört ihnen.
Wiener28 meint am 24.09.2012 10:35:43 ANTWORTEN >
Ich bin in diese Demonstration auf der Währingerstraße hineingeraten und muss sagen, auch wenn es keine Ausschreitungen gab, die Stimmung war fanatisch, aufgeheizt und aggressiv. Auch so manche Visagen verrieten, dass sie sofort zur Gewalt bereit wären! Ich finde es eigentlich mehr als bedenklich, dass so eine große Gruppe lautstark " Allah ho akber" schreiend durch Wiens Straßen marschieren darf! Jetzt ist es schon so weit bei uns, wir haben es wirklich weit gebracht! Man muss das ganz klar sagen: ES IST INAKZEPTABEL!
Und unsere Polizei, sorgte noch dafür, dass dieser Haufen problemlos durch die Stadt ziehen kann, den Verkehr behindern und mit dem aggressiven Geschrei Passanten und Anwohner belästigen kann! Bravo!

Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn 700 Christen mit Kreuzen in derselben Art und Weise durch Ankara, Islamabad oder beispielsweise Tehran marschieren würden! DA gibts garantiert keinen Geleitschutz von der Polizei....
Bin gespannt (GAST) meint am 24.09.2012 07:37:44 ANTWORTEN >
wann endlich mal tausende Europäer vor den Botschaften der muslimischen Länder und vor den Moscheen gegen Terrorismus, Massenmord, Verhetzung und religiösen Fanatismus demonstrieren werden.
Das zu organisieren wär doch was für unsere Grüninnen, die sind doch angeblich gegen radikale politische Strömungen, gegen Verhetzung, gegen Rassismus uswusw ... oder gilt das nur wenn WIR mit gewissen Gruppen nichts zu tun haben wollen ?
"Wir beschützen den Islam und unseren Propheten" (GAST) meint am 24.09.2012 02:01:17 ANTWORTEN >
und wer schützt Österreich?
Wikipedia (GAST) meint am 23.09.2012 14:55:06 ANTWORTEN >
Naja... ist das den Muslimen eigentlich auch bekannt? de.wikipedia.org/wiki/Aischa_bint_Abi_Bakr
franzel (GAST) meint am 23.09.2012 12:09:58 ANTWORTEN >
lauter irre
Ich bin froh (GAST) meint am 23.09.2012 10:33:39 ANTWORTEN >
das ich nicht in Wien wohne. Aber nicht vergessen: Jeder der jetzt jammert hat auch zur Wahl gehen dürfen!
Seppi Häupal (GAST) meint am 23.09.2012 10:09:35 ANTWORTEN >
Ah Ruah is jetzt! Ich lass mir mein Wien nicht schlechtreden! Prost!
Softwareentwickler (GAST) meint am 23.09.2012 10:07:28 ANTWORTEN >
Deswegen brav ÖVP wählen, damit wir noch mehr dringend und händeringend gesuchte Fachkräfte importieren können!

Die kulturelle Bereicherung, welche wir Alpenmenschen seit 1970 erfahren wird uns noch ordentlich Stress machen. Da hilft eigentlich nur ein enormer Rückbau des Sozialstaates um die Rahmenbedingungen unangenehm zu machen.
schaut euch bitte diese leute an (GAST) meint am 23.09.2012 09:52:23 ANTWORTEN >
nur hass in den augen ...
genau (GAST) meint am 23.09.2012 09:38:34 ANTWORTEN >
so sehen friedliche Leute aus
lenin021 meint am 23.09.2012 08:49:39 ANTWORTEN >
Sofort in ihr Heimatland abschieben. SOFORT! Wir brauchen keine Protestierer .....
Weg mit diesen ungeliebten Gästen die sich nicht benehmen können. Gilt übrigens nicht nur für Islamisten.....
Gäste benehmen sich und machen dem Gastgeber keinen Stress!
nahdran meint am 23.09.2012 08:37:01 ANTWORTEN >
Wie kommen wir in Österreich dazu uns eine Demo von den Islamisten geben zu müssen. Wenn sie demonstrieren wollen, dann bitte irgendwo in der Wüste. Wenn ich jemand als Gast zu mir nach Hause einlade und der glaubt er kann in meinem Haus/Wohnung Radau machen, ist`s vorbei mit Gastfreundschaft und er steht schon vor der Tür. Aber durch unsere Gutmenschen in der Regierung haben wir daheim bald überhaupt nichts mehr zu sagen.
diese ganzen (GAST) meint am 23.09.2012 07:51:15 ANTWORTEN >
fanaktiker habn wir gebraucht... ich möcht gar nicht wissen wie viele da bei uns schon mit dem sprengstoffgürtel herumrennen und nur auf die "boschaft allahs" warten
captain2309 meint am 23.09.2012 06:59:28 ANTWORTEN >
Nun sind wir also wieder heilfroh, dass unsere muslimischen Mitbürger Demonstrationen nicht dazu missbrauchen, um zu zerstören und zu morden. Wir arrangieren uns mit einem asymmetrischen „Dialog der Kulturen“, bei dem wir zusehends schweigen, zurück- und hinnehmen, wo plötzlich wieder Orthodoxe fordern und austeilen. Sie selber wollen den öffentlichen Raum jedoch nur dann frei sehen, solange ihnen das nutzt. Ansonsten wird er systematisch mit Denk-, Rede- und Kulturverboten belegt. Auch diese Demonstrationen finden genau deswegen statt. Bis irgendwann das Weihnachtslied im Kaufhaus als üble Provokation für den Propheten interpretiert werden kann. Christliche Symbole werden längst aus falsch verstandenem Entgegenkommen systematisch entfernt und von Hasspredigten, Zwangsheiraten und Ehrenmorden bis zu permaneten Drohungen, schleicht sich das Totalitäre perfide in unsere Gesellschaft. Und wir fühlen uns noch erleichtert.
mäx (GAST) meint am 23.09.2012 00:22:21 ANTWORTEN >
und was sieht man? kleine aggressive ghetto-gangster die vom ams frei bekommen haben. sofort alle beihilfen streichen und in einer sammelmaschine zurück wo sie hergekommen sind. wir brauchen keinen importierten radikalismus, es gibt in österreich genug rechts und linksradikale
moby26 meint am 23.09.2012 00:01:17 ANTWORTEN >
weit haben wir es gebracht in wien...
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