Nach Amokfahrt im Rollstuhl

Wien-Favoriten

Nach Amokfahrt im Rollstuhl

Es war die schlimmste Amokfahrt in der jüngeren Geschichte: Eine 48-jährige Mutter von drei Kindern stahl den BMW 323i einer Lehrerin und bretterte am 14. November mit dem PS-starken Gefährt durch Wien-Favoriten. Mit fatalen Folgen: Nachdem sie bei Rot über die Kreuzung Laxenburger Straße/Gudrunstraße gedonnert war, geriet sie auf den Gehsteig und mähte ein Verkehrsschild nieder. Der Steher des Schildes stürzte auf eine 26-jährige Wienerin, die gerade vorschriftsmäßig die Fahrbahn überqueren wollte.

Die junge Frau wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Sie erlitt einen offenen Schädelbruch, Brüche der Augenhöhlen, des linken Jochbogens und der Nase. Seit dem schrecklichen Unfall durch die Amokfahrerin sitzt die 26-Jährige im Rollstuhl. Sie ist querschnittgelähmt.

Die Lenkerin stand am Freitag vor Gericht, zeigte Reue und entschuldigte sich bei der Familie für ihre Wahnsinnstat.

U-Haft angerechnet – 
Lenkerin auf freiem Fuß
Sie habe über den gestohlenen BMW wegen des ungewohnten Automatikgetriebes die Kontrolle verloren und die Bremse nicht richtig erwischt. Außerdem sei ihr bei der Fahrt zu einer Freundin schwindelig geworden.

Seit dem Horrorcrash saß die angeklagte 48-Jährige sechs Monate in U-Haft. Das Urteil gegen sie: eineinhalb Jahre Gefängnis (teilbedingt). Nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.

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