29. August 2006 12:28
Seit ihrer Rettung wird Natascha Kampusch, das Mädchen, das 3.096 Tage in einem Kellerverlies ihres Entführers verbrachte, von internationalen Medien bestürmt, ihre Geschichte zu erzählen. Zunächst wurde sie in einem Kriseninterventions-Therapieheim der Gemeinde Wien versteckt, vor den Journalisten abgeschottet und von Wiens besten Psychotherapeuten betreut.
Dietmar Ecker als PR-Berater
Seit Beginn letzter Woche hat Natascha Kampusch mit dem angesehenen PR-Berater Dietmar Ecker, der auch für die krisengeschüttelte Bawag ein Kommunikationskonzept erarbeitete, einen eigenen Medienberater.
Interview am Mittwoch auf ORF2
Laut ihrem Medienkoordinator Dietmar Ecker wird die 18-Jährige am Mittwoch dem ORF ein Interview geben. Der ORF zahle keinen Cent, so Ecker. "Er übernimmt den internationalen Vertrieb und organisiert im Hintergrund einiges." Ab 20.15 Ur wird Natascha im Rahmen von "Thema spezial: Natascha Kampush - Das erste Interview" mindestens 20 Minuten sprechen.
Nicht auf der Straße erkennbar
Das ORF-Interview wird Ecker zufolge am Mittwochabend ausgestrahlt und von Christoph Feurstein geführt. Die 18-Jährige soll dabei nicht so gezeigt werden, "dass sie auf der Straße danach erkennbar sein wird".
Runder Tisch mit Experten im Anschluss
Im Anschluss an das erste Interview von Natascha Kampusch mit einem elektronischen Medium steht ein " Runder Tisch" zum Thema "Der Fall Natascha Kampusch" auf dem Programm. Dazu eingeladen sind u. a. die Eltern von Natascha Kampusch, die Wiener Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits, der Kinder- und Jugendpsychiater Max Friedrich und ein Vertreter des auf Verbrechensopferhilfe spezialisierten Vereins "Neustart".