07. August 2009 22:02
Am 23. August jährt sich zum dritten Mal der Tag ihrer Flucht, doch Natascha
Kampusch kann kein normales Leben führen. Immer neue Spekulationen um ihre
achtjährige Gefangenschaft belasten die 21-Jährige stark. Ein Freund
berichtet: „Derzeit geht es ihr sehr schlecht. Die neuen Aussagen setzten
ihr zu und tun ihr weh.“
Klar ist: Die Thesen von Ludwig Adamovich (siehe links) widersprechen zum
Teil den Aussagen des Entführungsopfers und lassen Natascha schlimmstenfalls
als Lügnerin dastehen. „Es ist schwer für sie, dass niemand ihren Aussagen
glaubt. Sie hat Angst nicht mehr ernst genommen zu werden.“
Angepöbelt
Dazu kommt: Natascha wird auf der Straße von
wildfremden Menschen neuerdings belästigt. Der Freund berichtet: „Zuletzt
wurde sie beim Eiskaufen angepöbelt, warum sie sich so wichtig macht. Dabei
möchte sie doch, dass endlich Ruhe in die Angelegenheit einkehrt.“ Nataschas
Anwalt, Gerald Ganzger, ist alarmiert: „Wogegen wir uns wehren, sind
einerseits öffentliche Abhandlungen des Konflikts zwischen den Behörden und
vor allem auch die Spekulationen des Vorsitzenden über Sachen, die mit den
Ermittlungen überhaupt nichts mehr zu tun haben. Spekulationen „wie arg es
war“ sind entbehrlich.“
Als Reaktion hat sich Natascha vollständig aus der Öffentlichkeit
zurückgezogen. Sie lebt in einer Wohnung in Wien, arbeitet dort mit
Privatlehrern an ihrem Hauptschulabschluss. Sie steht in engem Kontakt zu
ihrer Mutter Brigitta Sirny, aber auch sie leidet unter der derzeitigen
Situation.
Rückkehr nach Strasshof
In den vergangenen Monaten fiel
Natascha nach dem Aus ihrer Talkshow besonders durch eher ungewöhnliche
Aktionen auf: So hat sie im Juli nicht nur den weinroten BMW ihres
Entführers gekauft; auch das Priklopils Haus in Strasshof soll Natascha
entrümpelt haben.