Der Dauerregen sorgt für Murenabgänge und Hochwassergefahr. In Wien gibt es
einen Wasserschaden in der Albertina - die Millionen-Kunstwerke im Depot
wurden in Sicherheit gebracht. In der Steiermark stürzte ein Auto in die Mur
- unklar ist, ob sich Insassen in dem Pkw befanden.
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Seit Tagen regnet es so stark wie stellenweise nur alle 50 Jahre. Jetzt
droht die schlimmste Hochwasserkatastrophe seit der Jahrhundertflut im Jahr
2002.
Bereits am Dienstag mussten viele Straßen gesperrt werden, Veranstaltungen
wurden abgesagt, erste Keller wurden überflutet. Am stärksten betroffen ist
die Alpennordseite. Aber auch in Tirol kam es zu ersten Problemen. Der
Überblick:
NÖ: Heer aktiviert In Niederösterreich sind schon am
Dienstag innerhalb von 24 Stunden bis zu 90 Millimeter Regen gefallen. In
Kohlreitberg waren es 90 mm, in Tulln 88 mm. Solche Werte kommen laut
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) statistisch nur alle
50 Jahre vor.
Insgesamt waren in 13 von 21 Bezirken 68 Feuerwehren im Einsatz. Bei
Gebäuden und an Flüssen wurden Sandsäcke als mobiler Hochwasserschutz
verlegt, Keller und Garagen mussten ausgepumpt werden.
Katastropheneinsatz Das Militärkommando Niederösterreich hat
„aufgrund der prekären Wettersituation und der damit verbundenen
Hochwassergefahr“ Dienstag Nachmittag seine Katastropheneinsatzzentrale
aktiviert. 500 Soldaten stehen somit sofort für den Einsatz in betroffenen
Gebieten bereit, weitere 2.000 Mann können kurzfristig abgerufen werden.
Österreichweit wurden rund 10.000 Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt,
wie Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) erklärte.
Das Heer könnte innerhalb kürzester Zeit jene 900 Feuerwehrleute
unterstützen, die in Niederösterreich bereits am Dienstag im Dauereinsatz
waren. Die Hauptaufgabengebiete waren Auspumparbeiten und
Sicherungsmaßnahmen. Am stärksten betroffen waren die Bezirke Krems, Melk,
Amstetten und Tulln.
An der Donau in Spitz wurden Betontrennwände zum Schutz aufgestellt. Einige
Kilometer entfernt, in Weißenkirchen, mussten Baumaschinen in Sicherheit
gebracht werden. Ironie des Schicksals: Sie waren im Einsatz, um die längst
nötigen Hochwasser-Schutzwände aufzustellen, die bis im Sommer fertig sein
sollten – zu spät.
OÖ: Steyr zittert In Oberösterreich zittern die Menschen vor
allem in der Stadt Steyr, wo die Enns und die Steyr zusammenfließen, vor den
riesigen Regenmengen. Bereits Dienstag Vormittag waren der Ennskai und der
Paddlerweg überflutet. Die Feuerwehr musste noch in der Nacht auf gestern
geparkte Autos aus dem Bereich entfernen und das Areal absperren.
Das Hauptproblem sei derzeit die starke Wasserführung der Enns, so der
Hydrographische Dienst.
Überflutete Keller Auch im restlichen Oberösterreich kämpfen
die Menschen gegen die Wassermassen: In Linz-Land mussten bereits viele
Keller ausgepumpt werden. Im Salzkammergut kam es zu ersten Murenabgängen.
Und auch der Pegel des Inn steigt ständig. In Schärding wurde die
Innpromenade schon überflutet.
Wien: Die Pegel steigen Der Wasserstand der Donau war am
Dienstagnachmittag nach Angaben der Hochwasserzentrale (MA 45 – Wiener
Gewässer) „stark steigend“. Der Pegel war schon so hoch wie bei einem
Hochwasser, das nur alle 15 Jahre vorkommt. Dramatisch: Da fast der gesamte
Regen, der im Raum Oberösterreich und Niederösterreich nördlich der Alpen
fällt, in die Donau fließt, wird der höchste Pegelstand erst Donnerstag
Mittag erreicht werden.
Donauinsel in Gefahr Auf der Wiener Donauinsel kämpfen die
Organisatoren derzeit um das große Donauinselfest, das am kommenden
Wochenende zwei bis drei Millionen Menschen locken soll. Viele Passanten
trauten beim Anblick des Wien-Flusses mitten in der Stadt ihren Augen nicht.
Wo normalerweise ein schmales Rinnsal fließt, war gestern ein reißender
Strom zu sehen.
Steiermark: Auto in Mur Zwar war die Situation gestern laut
Hydrographischem Dienst nicht dramatisch, der Pegel der Mur erreichte jedoch
bereits die erste Warnmarke. Für Mittwoch wurde mit einer Zuspitzung der
Lage gerechnet. Am Nachmittag soll laut Zeugen dort sogar ein Auto in die
Mur gestürzt sein. Ob sich jemand in dem türkisen Geländewagen befand, ist
unklar. Eine Suchaktion wurde ohne Ergebnis abgebrochen.
Autor: rep
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21:30: Österreichweit wurden etwa 10.000 Soldaten in
Alarmbereitschaft versetzt. Das Heer könnte dann innerhalb kürzester Zeit
die Feuerwehrleute unterstützen, die jetzt im Einsatz sind.
21:05: Auch in Wien steigen die Pegel. Der Wasserstand der Donau ist
schon so hoch, wie bei einem Hochwasser, das nur alle 15 Jahre vorkommt.
20:32: In Steyr zittern die Menschen. Hier fließen Enns und Steyr
zusammen. Gewaltige Wassermassen bedrohen die Stadt.
Sehen Sie hier die Hochwasser-Situation in Steyr - im Video!:
20:23: Bedrohlich nahe an den Gebäuden ist die Donau bei Spitz in
Niederösterreich. Die Pegel steigen weiter. Experten vergleichen die
Situation bereits mit dem Jahrhunderthochwasser von 2002.
Foto: (c) APA
20:19: Wie die Sicherheitsdirektion Steiermark mitteilte, ist die
Suche nach dem versunkenen Auto abgebrochen worden. Aufgrund des Hochwassers
sie eine Fortsetzung zu gefährlich, hieß es. Auch der Einsatz eines
Hubschraubers hatte keinen Erfolg gebracht.
19:48: Bei dem in die Mur gestürzten Auto handelt es sich um einen
Geländewagen. Eine Suchaktion wurde eingeleitet - bislang ohne Erfolg.
19:37: Metereologen zufolge ist erst Anfang nächster Woche eine
Entspannung in Sicht. Bis dahin gilt erhöhte Alarmbereitschaft für
Einsatzkräfte, Feuerwehr, Bundesheer und Helfer.
(c)
Niesner, TZ ÖSTERREICH
18:55: Auch Bayern versinkt im Regen. An mehreren Orten fielen
binnen 24 Stunden mehr als 70 Liter Regen pro Quadratmeter - das ist so viel
wie normalerweise etwa in Düsseldorf im ganzen Monat Juni.
Video: So schaut das überflutete Passau derzeit aus:
Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Überschwemmungen von Straßen und vor
Erdrutschen. In den Bergen schneite es. Auf der Zugspitze liegen 275
Zentimeter Schnee.
18:13: Vorbeugend werden die Geräte der Baustelle am
Hochwasserschutz in Weißenkirchen in der Wachau geräumt. Mobile
Hochwasserschutzelemente und Big Bags wurden aus dem NÖ
Katastrophenschutzlager in Tulln mit Wechselladefahrzeugen der Feuerwehr in
die Einsatzgebiete transportiert.
17:39: Die Schwerpunkte der Einsätze in Niederösterreich liegen
entlang der Flüsse im Mostviertel, entlang der Donau und im Bereich des
Voralpenlandes und des Wienerwaldes. Im Bereich des Kremsflusses und des
unteren Kamptales werden weitere Sicherungsmaßnahmen vorgenommen.
(c) oe24-Leserreporter
Claudia und Oliver Babos
17:18: NÖ-Landeshauptmann Pröll machte sich in Tulln ein Bild von
der aktuellen Hochwassersituation. In Niederösterreich sind rund 800
Feuerwehrleute im Einsatz.
16.51: Ein Auto ist in Deutschfeistritz (Bezirk Graz-Umgebung) in
die Hochwasser führende Mur gestürzt. Seitens der Einsatzkräfte wurde eine
Suchaktion eingeleitet. Ob und wie viele Insassen sich in dem Wagen befunden
haben, war zunächst ebenso unklar wie der Hergang des Unfalls. Eine erste
Suche vor Ort brachte jedoch kein Ergebnis. Aufgrund des hohen Pegelstandes
könnte das Fahrzeug rasch abgetrieben worden sein.
16:46: Wasserschaden im Hauptdepot der Albertina. Das Museum
reagiert - und bringt die Millionen-Kunstwerke in Sicherheit: "Sämtliche
Maßnahmen wurden getroffen, um die Sicherheit der Kunstwerke zu gewährleisten",
so das Museum. Als Vorsichtsmaßnahme wurden die bedeutendsten Werke der
Sammlung, darunter Zeichnung von Dürer, Michelangelo, Rembrandt, Schiele und
Klimt, evakuiert. Um weiteres Eintreten von Feuchtigkeit zu verhindern,
deckte die Feuerwehr der Stadt Wien die Oberfläche des Depots ab, hieß es in
der Aussendung weiter.
16:33: Wegen eines drohenden Hangrutsches muss in Tirol die
Eibergbundesstraße (B 173) zwischen Söll und Kufstein gesperrt werden. Bis
wann diese Sperre wieder aufgehoben werden konnte, war vorerst nicht
absehbar.
(c) oe24-Leserreporter
Claudia und Oliver Babos
16:01: Zwar erhöhte Pegelstände, aber keine dramatische Situation
meldete der Hydrographische Dienst des Landes für die steirischen
Fließgewässer. In Graz erreichte die Mur die erste Warnmarke, leicht im
Steigen waren auch Mürz, Enns und Salza.
15:40: Das Militärkommando NÖ hat "aufgrund der
prekären Wettersituation und der damit verbundenen Hochwassergefahr"
seine Katastropheneinsatzzentrale aktiviert. 500 Mann stünden sofort bereit,
weitere 2.000 könnten kurzfristig abgerufen werden. Pioniere mit schwerem
Arbeitsgerät und sonstige Einsatzkräfte sind demnach in Bereitschaft
versetzt worden.
(c)
oe24-Leserreporter Oliver Babos
15:33: Aufgrund des erwarteten Donau-Hochwassers muss die für
Donnerstag angesetzte erste Premiere im Rahmen des Theaterfestes NÖ, "Krieg
und Frieden" in der Donauarena Melk, verschoben werden
15:27: Im Innviertel werden vereinzelt Felder überflutet, die
Warngrenzen im Einzugsgebiet der Aschach wurden teilweise überschritten. Mit
einer weiteren Verschärfung der Hochwassersituation an den Donauzubringern
und an der Donau unterhalb der Traun- und Ennsmündung wird gerechnet.
15:15: Die Wasserstände von Inn, Traun und Enns steigen weiterhin
stark an. Die Innprommenade in Schärding und der Ennskai in Steyr sind
überflutet. Das zur Hochwasserentlastung angelegte Nebengerinne der Steyr in
der Himmlitzer Au ist voll geflutet und entlastet den Stadtbereich.
(c) APA
15:06: An der Donau in Spitz wurden inzwischen Betontrennwände als
Schutz aufgestellt. Einige Kilometer stromabwärts in Weißenkirchen, wo die
Arbeiten für einen künftigen mobilen Hochwasserschutz im Gang sind, mussten
unterdessen Baumaschinen in Sicherheit gebracht werden. In Atzenbrugg
(Bezirk Tulln) wurden mobile Elemente an die Perschling gebracht.
14:55: Zahlreiche Feuerwehrleute sind in den bedrohten Gebieten im
Dauereinsatz. Allein in Niederösterreich sind 58 Feuerwehren mit 750 Mann
mit Auspumparbeiten und Sicherungsmaßnahmen beschäftigt.
14:42: Der Wasserstand der Donau steigt weiter, in Mauthausen liegt
er derzeit bei 5,22 Metern.Laut Hochwasserwarndienst des Landes
Oberösterreich wird der Pegelstand in Mauthausen weiter steigen, da auch der
Zubringerluss Enns Hochwasser führt. Ein Spitzenwert wird für morgen Abend
erwartet. Man spricht bereits von einem 5-jährigen Hochwasserereignis. In
Linz dürfte nach derzeitigen Prognosen nicht zu Überschwemmungen kommen.
Foto: (c) Fally
14:23: Niederösterreich ruft die höchste Unwetteralarmstufe - Regen
über 100 bzw. 150 Liter in 24 bzw. 48 Stunden - für folgende Gebiete aus:
Raum Melk, Bezirke Scheibbs und Lilienfeld, Teile der Bezirke Amstetten, St.
Pölten, Baden, Mödling, Korneuburg und Wien-Umgebung.
14:19: Wegen Überflutung wurde eben die L5348 von Melk nach
Spielberg gesperrt. Nebenflüsse der Donau im Bezirk weisen zum Teil stark
steigende Tendenz auf. Bei der Ybbs und der Erlauf sind es nach
Feuerwehrangaben etwa zehn Zentimeter pro Stunde.
14:13: Im Bezirk Melk herrscht bei den Feuerwehren hinsichtlich der
bestehenden Unwetterwarnung Sorge, die bis zum Abend weitere 70 bis 90 Liter
Niederschlag pro Quadratmeter prognostiziert. Örtlich könnten es sogar 100
Liter und mehr sein.
14:00: In Wien ist die Ringstraße nun wegen einer Demo der
Siemens-Belegschaft gesperrt. Rechtzeitig für den Protestmarsch hat der
Regen kurzzeitig aufgehört, weitere Gewitter sind jedoch in Sicht.
Die Entwicklung des Wasserstands der Donau bei Mauthausen. Wasserstand
in cm
13:59: Die ZAMG-Wetterprognose für den Mittwoch: Bis zum Abend
überwiegen die Wolken und verbreitet ist mit teils kräftigen Regenschauern
sowie mit dem einen oder anderen Gewitter zu rechnen. Der
Niederschlagsschwerpunkt liegt von Oberösterreich ostwärts sowie im
Burgenland und der Südoststeiermark.
13:46: Der Leiter der MA45, Gerald Loew, gibt bekannt: "Wien
ist dank umfangreicher Maßnahmen beim Hochwasserschutz bestens vorbereitet.
Der Wiener Donauhochwasserschutz ist auf eine Durchflussmenge von 14.000
Kubikmeter pro Sekunde ausgebaut. Dabei würde es sich um ein Ereignis
handeln, das statistisch nur ein Mal in mehreren tausend Jahren eintreten
kann", so Loew.
Foto: (c) oe24-Leserreporter Oliver Babos
13:36: Der Wienfluss hat sich zu einem reißenden Bach entwickelt.
Dort, wo der Pegelstand normalerweise 10 cm beträgt, misst die MA45 jetzt
bei der Kennedybrücke 1,35 Meter und bei der Nevillebrücke 1,83 Meter!
13:29: Die Aufbauarbeiten fürs Donauinselfest entwickeln sich zur
Wasserschlacht: Lkw bleiben im Schlamm hängen, tonnenweise Rinde muss jetzt
angeliefert werden.
Foto: (c) Pauty
13:23: Auch die Wienerwaldbäche Wienfluss, Liesing, Mauerbach und
Halterbach führen Hochwassser, der Wienfluss sogar ein 15-jährliches
Hochwasser. Auch an diesen Bächen sind die Hochwasserzentralen besetzt und
die Einsatzkräfte der MA 45 in Alarmbereitschaft.
Fotos: (c) oe24-Leserreporter Karl Rauchberger
13:19: Prognose: 15-jähriges Hochwasser! Die MA45 prognostiziert,
dass das Maximum des Donau-Durchflusses mit ca. 8.000 Kubikmeter pro Sekunde
(Wasserstand am Pegel Korneuburg ca. 7,0 m) veranschlagt wird. Das
entspricht einem etwa 15-jährlichen Hochwasserereignis. Beim
Hochwasserereignis im August 2002 handelte es sich um ein
Jahrhundert-Ereignis.
13:12: Der Wasserstand der Donau ist weiter stark steigend. Derzeit
beträgt der Donaudurchfluss im Bereich Wien insgesamt 5.200 Kubikmeter pro
Sekunde (Der Wiener Donauhochwasserschutz ist auf eine Durchflussmenge von
14.000 Kubikmeter pro Sekunde ausgebaut). Aufgrund der prognostizierten
Niederschläge im Einzugsgebiet wird die Donau auch noch weiter steigen. Die
Hochwasserspitze wird voraussichtlich am kommenden Freitag Vormittag
erreicht werden, so die MA45.
12:59: Die Steiermark vermeldet die aktuellen Regenmengen: Der Raum
Mariazell führt mit stolzen 63 Liter Niederschlag pro m² - im langjährigen
Schnitt kommt man im Norden der Steiermark im gesamten Juni nur auf 110
Liter pro m². Dahinter liegen Präbichl (Bezirk Leoben) mit 59 Liter pro m²
und Hall bei Admont (Bezirk Liezen) mit 57 Liter pro m².
12:50: Egal, ob es regnet oder nicht, die Eröffnung des Wiener
Filmfestivals am Rathausplatz wird auf jeden Fall am Samstag stattfinden.
Ein Großteil der Aufbauten sei bereits fertig, den Rest werde man ebenfalls
schaffen, versichert eine Sprecherin.
12:45: UNIQUA und Raiffeisen-Versicherung haben Hochwasser-Hotlines
für ihre Kunden eingerichtet. Experten stehen im Notfall für Anfragen,
Auskünfte und zur raschen Abwicklung von Schäden zur Verfügung. UNIQA und
Salzburger Landes-Versicherung-Hotline: 0800/204 55 55; Raiffeisen
Versicherung-Hotline: 0800/22 55 88.
12:35: Der Pegelstand des Inns in Schärding ist in den letzten
Stunden dramatisch angestiegen. Der Fluss wird nun genau beobachtet.
Foto:
(c) AP
12:28: Die Lage in Steyr spitzt sich weiter zu, der Wasserstand der
Enns steigt durch die intensiven Regenfälle immer weiter an.
Hochwasser-Alarm in Steyr; (c) APA
12:23: Auch im Burgenland regnet es intensiv. Während die
Burgenländischen Flüsse noch keine Gefahr darstellen ist der Wasserstand des
Neusiedler Sees kritisch. Wenn dieser weiter ansteigt muss die
Entwässerungsschleuse geöffnet werden.
12:15: Um 16 Uhr wird sich Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin
Pröll in Atzenbrugg im Tullnerfeld ein Bild von der Hochwasser-Lage machen.
12:12: Wegen der steigenden Pegel der Donau stellen die Rollfähren
Klosterneuburg - Korneuburg und Weißenkirchen in der Wachau den Betrieb ein.
12:04: Die Pegelstände an Donau, Enns und Krems steigen weiter. An
neuralgischen Punkten des Kremsflusses wurden vorbeugend Sandsäcke und Sand
deponiert, weiters wurde der Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes in Krems
- Stein vorbereitet.
Hochwasser in Niederösterreich; Foto: (c) APA
11:57: Der heutige Protest der Siemens-Belegschaft gegen den Abbau
von 632 Mitarbeitern könnte ins Wasser fallen. Geplant ist eine Demo ab 14
Uhr am Ring. Es werden aber heftige Gewitter und Überschwemmungen erwartet.
Der Ring wird gesperrt, es droht das totale Verkehrschaos - lesen Sie hier
mehr dazu.
11:54: Das Hauptproblem in Oberösterreich ist derzeit die starke
Wasserführung der Enns. Die Experten vom Hydrographische Dienst rechnen
damit, dass in den nächsten Stunden bei Mauthausen (Bezirk Perg), wo der
Fluss in die Donau mündet, die Warngrenze erreicht wird.
11:52: In Steyr sind der Ennskai und der Paddlerweg seit einigen
Stunden überflutet, jetzt zittern die Steyrer um den Ortskai: Das Areal ist
abgesperrt, die Feuerwehr wartet, wie hoch das Wasser weiter steigt.
11:50: Auch Bayern meldet sintflutartige Regenfälle und Schnee. Auf
der bayerischen Winklmoos-Alm bei Reit im Winkl fielen seit Montag früh 74,5
Liter Regen pro Quadratmeter. Die heftigen Regengüsse sollen vor allem im
Süden Bayerns noch bis zum Mittwoch anhalten. Das Umweltlandesamt weist
darauf hin, dass die Wasserstände an den Flüssen deutlich steigen. Am Inn
ist es in der Nacht zum Dienstag bereits zu ersten Überschwemmungen
gekommen.
11:48: Der ÖAMTC rüstet sich für einen Mega-Einsatz: Schon gestern
sind die Notarzthubschrauber des Clubs 32 Einsätze geflogen.
11:47: Experten befürchten, dass in manchen Regionen die Böden durch
Landmaschinen so weit verdichtet sind, dass der Porenanteil unter 20 Prozent
sinkt. Dann verliert der Untergrund seine Aufnahmefähigkeit für Flüssigkeit,
es bildet sich rasch sogenanntes Stauwasser. Dazu kommt, dass viele Böden
ihre natürliche Funktion nicht mehr erfüllen können, weil sie mit Asphalt
oder Gebäuden "versiegelt" wurden.
11:45: Die Zentralanstalt für Meteorologie verlautbart, dass es
morgen noch intensive Niederschläge geben wird - vor allem entlang der
Alpennordseite, von Tirol bis ins nördliche Burgenland.
11:42:Die Lage spitzt sich zu, der Bundeskanzler schaltet sich
ein: Werner Faymann gibt bekannt, dass 10.000 Soldaten in Bereitschaft
stehen - lesen
Sie hier mehr dazu.
11:36: In Wien, Niederösterreich und Oberösterreich rückt die
Feuerwehr bereits im Minutentakt aus: geflutete Straßen und Keller müssen
abgepumpt werden.
11:26: Das Donauinselfest wackelt! Am Nachmittag findet eine
Krisensitzung statt, ob es abgesagt werden muss. Wenn es tatsächlich weiter
so regnet, könnte die Donaunisel wie im Jahr 2002 überschwemmt werden.
11:25: Alarm für die March: Derzeit trägt sie zwar noch "Mittelwasser",
doch die Tendenz ist extrem steigend. Ihr Wasserstand wird vor allem durch
Niederschläge in Tschechien beeinflusst.
Hochwasser
im Bezirk Deutschlandsberg in der Steiermark (c) APA.
11:17: Aus Niederösterreich wird unterdessen ein weiterer Anstieg
der Pegelstände gemeldet. Durch den Dauerregen stehen an mehreren Flüssen
wie u.a. Ybbs, Erlauf, Pielach, Traisen und Schwechat sowie an der Donau
Hochwässer bevor. In den kommenden 24 Stunden ist mit 60 bis 120 Millimetern
Niederschlag zu rechnen - mit dem Schwerpunkt Voralpen im südlichen
Niederösterreich.
11:00: Das Einlaufbauwerk in Langenzersdorf wird überströmt.
Lesen Sie auf Seite 2: So bildete sich am Vormittag das Hochwasser in
ganz Österreich
10:55: Noch ist die Situation am Inn: weil viel Niederschlag in
höheren Lagen als Schnee gebunden wird, bringt der Fluss nicht so viel
Wasser zur Donau. Linz rüstet sich jedoch auch schon fürs Hochwasser.
10:38: Das traditionelle Sommernachtsfest der VP Niederösterreich im
Schloss Laxenburg wurde wegen des Dauerregens abgesagt.
10:32: Unterdessen gehen in Wien trotz strömendem Regen die
Aufbauarbeiten für das Donauinselfest
weiter. Bisher gab es keine Schäden auf Grund des Dauerregens in der
Bundeshauptstadt. Ein weiterer Anstieg der Donau wird erwartet, eine
Hochwasserwarnung gibt es für Wien aber noch nicht.
10:22: Vorarlberg zittert: Noch ist kein Hochwasser zu erwarten,
doch die Situation kann sich schlagartig ändern.
Schwechat
bei Mannswörth.Eingeschickt von Thomas Woltron.
10:15: In den vergangenen 24 Stunden sind am Langenlebarn bei Tulln
88 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Dies entspricht einer Regenmenge,
wie sie statistisch gesehen nur alle 50 Jahre vorkommt.
10:02: Wegen Überschwemmungen wird nun auch die Voralpenstraße
(B122) zwischen Aschbach Markt und Seitenstetten gesperrt.
09:50: Das Wasser in Steyr (OÖ) steigt weiter stark an, der Ennskai
und der Paddlerweg sind bereits überflutet. Die Feuerwehr hat in der Nacht
sämtliche in der Nähe geparkte Fahrzeuge entfernt und das Areal abgesperrt.
Im restlichen Bundesland ist die Lage weniger gespannt. Bisher mussten
einige Keller ausgepumpt werden.
09:37: In der Stadt Salzburg sind seit gestern 55 Liter Regen pro
Quadratmeter gefallen, in Golling (Tennengau) sind es 53, am Wolfgangsee
sogar 71, berichtete Claudia Riedl von der Wetterdienststelle Salzburg.
Oberhalb von etwa 2.000 Metern Seehöhe kommt der Niederschlag als Schnee.
09:14: Aufgrund von Schnee und Regen wird in Tirol die
Hahntennjoch-Landesstraße (L246) für den gesamten Verkehr gesperrt.
09:00: Auch der Wienfluss steigt immer stärker an, so wie hier beim
Wiener Stadtpark (siehe Foto)
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08:43: In Salzburg hat es bisher nur vereinzelt Schäden gegeben.
Zwei Flüsse, die Salzach und die Saalach, haben die Meldegrenze
überschritten. Mit Hochwasser rechnet man in Salzburg nicht.
08:17: In Tirol ist die Eiberg Straße (B173) auf der Verbindung Söll
- Kufstein wegen drohender Hangrutschung gesperrt. Es wurde über die B 178
und Wörgl umgeleitet, berichtete der ÖAMTC.
08:13: In Oberösterreich sind in Steyr der Enns- und der Ortskai
bereits wegen Hochwasser gesperrt, auf der Steyrer Straße (B309) gibt es
nördlich von Steyr zwischen Dietachdorf und Pühring Behinderungen durch
Muren.
08:09 In Kärnten ist die Katschberg Straße (B99) zwischen
Lieserbrücke und Gmünd nach einem Erdrutsch in beiden Richtungen gesperrt.
Ausweichen kann man über die Tauern Autobahn (A10). Die Dauer der Sperre ist
derzeit noch unbekannt.
06:00: Die Pegelstände der Donau und der Enns steigen weiter
dramatisch an. Auch die Ybbs, die Erlauf und die Traisen ebenso wie der der
Kamp werden stärker. Vor allem in Oberösterreich ist die Situation
bedenklich, die Alarmwerte sind überschritten.
01:35: Dramatische Stunden in Niederösterreich: Die Feuerwehr
verhindert einen Dammbruch bei Wiener Neustadt.
00:10 In Steyr in OÖ wird Hochasser-Vorwarnstufe ausgelöst. Orts-
und Ennskai werden gesperrt.
00:00: Seit Montag wird das Land von heftigem Regen heimgesucht. Die
Prognosen für die kommenden Tage, lassen vor allem für die Alpennordseite
nichts Gutes befürchten. Hochwasser droht.