17. März 2010 15:18
Die
kürzlich zerschlagene georgische Mafiabande hat bei ihren
Einbrüchen in Österreich alles mitgenommen, "was nicht niet-
und nagelfest" ist. Das sagte ein Mitglied der Sonderermittlungsgruppe
am Mittwoch im Landeskriminalamt Mödling. Die Beute, die dort gezeigt wurde,
reichte vom Strohhut bis zum Hammer, vom Handy bis zur Jeans. In zwei
Wohnungen im dritten und zehnten Wiener Gemeindebezirk sind kistenweise
Diebesgut sichergestellt worden, die Zuordnung zu den rechtmäßigen Besitzern
ist aber ein langwieriger und mühsamer Prozess.
(c) APA
Besitzer ausfindig gemacht
Bisher konnten die Gegenstände 19
verschiedenen Einbrüchen in Wien und im Wiener Umland zugeordnet werden, ein
Teil davon wurde auch schon an die rechtmäßigen Besitzer ausgefolgt. Fünf
Beamte waren bisher einen ganzen Tag lang mit dem Katalogisieren der Beute
beschäftigt - Räume voller Kisten warten aber noch auf die Ermittler. Man
schätzt, in rund 14 Tagen mit der Zuordnung fertig zu sein.
Wer der Eigentümer der Waren ist, wird vor allem über Besonderheiten der
Stücke - etwa Gravuren, fehlende Steine, Kratzer, etc. - festgestellt.
Sichergestellte Dinge werden dafür mit den Diebstahlsanzeigen abgeglichen. "Umso
detailreicher die Gegenstände in der Diebstahlanzeige beschrieben werden,
desto besser", erklärte ein Beamter. Ideal wäre es natürlich, wenn
jeder einen Katalog mit Lichtbildern über seine Wertgegenstände führe. Bei
Handys und Mobiltelefonen laufe die Rückverfolgung über die Seriennummer der
Geräte, sofern diese bei der Diebstahlsmeldung angegeben wurde.
Was durch Beschreibungen zweifelsfrei zugeordnet wird, kann von den
Besitzern einfach abgeholt werden. Nachweise, dass es sich auch wirklich um
die eigenen Sachen handelt, sind "natürlich immer gut".
Dinge, die nicht von Haus aus zugeordnet werden können, werden mittels
Lichtbildern veröffentlicht. Die Besitzer können sich dann melden, müssen
aber nachweisen, dass es sich tatsächlich um ihr Eigentum handelt. "Was
wir nicht eindeutig zuordnen können, wird dem Gericht vorgelegt",
hieß es.