30. April 2012 15:20

Wiener Kurzparkzonen 

Parkpickerl: Zonen jetzt offiziell

Flächendeckende Einführung in Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus.

Parkpickerl: Zonen jetzt offiziell
© APA

Die neuen Parkpickerlzonen in Wien stehen nun offiziell fest: Am Montag ist in einer Sitzung der Magistratsabteilungen 65 (Rechtliche Verkehrsangelegenheiten) und 46 (Verkehrsorganisation) fixiert worden, dass Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus mit Oktober flächendeckend zur Kurzpark- bzw. Parkpickerlzone werden. In Ottakring kommt die Gebührenpflicht fast flächendeckend, nur ab der Savoyenstraße wird man dann noch gratis parken können. In Hernals und Penzing werden unterschiedliche Grenzen gezogen, diese gehen aber über die Vorortelinie (S 45) hinaus.

Am behördlichen Verfahren nahmen unter anderem auch Vertreter der Bezirke und der Interessenvertretungen, Sachverständige und Polizei teil. "Es hat in einzelnen Fragen Diskussionsbedarf gegeben. Aber grundsätzlich war aufgrund der Abstimmungsgespräche, die vorher stattgefunden haben, weitestgehende Übereinstimmung da", berichtete der zuständige Koordinator Leopold Bubak nach der knapp vierstündigen Sitzung.

Stahl

So sehen die neuen Kurzparkzonen in Wien aus. Quelle: APA Grafik

In Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus wird man ab Herbst im ganzen Bezirk fürs Parken zahlen müssen. In Meidling sind jedoch jene Straßen im Verlauf der westlichen, südlichen und südöstlichen Bezirksgrenze davon ausgenommen. In Ottakring kommt das Pickerl fast flächendeckend - vom Gürtel bis zum Straßenzug Savoyenstraße und Oberwiedenstraße. In der Savoyenstraße selbst wird man keinen Parkschein ausfüllen müssen.

In Hernals werden Autofahrer ab Oktober zwischen Gürtel und dem Straßenzug Güpferlingstraße, Alszeile und Lidlgasse fürs Parken zahlen müssen. Penzing wird ebenfalls nur teilweise Gebühren einheben. Die Grenzen dort verlaufen einerseits vom 15. Bezirk in Richtung Westen bis zum Straßenzug Maroltingergasse, Ameisgasse und Leyserstraße bzw. dann weiter in Richtung Westen im Abschnitt zwischen Westbahntrasse und Wiental bis etwa zur U4-Endstation Hütteldorf. Beim Bahnhof ist eine Insellösung geplant. Dort soll die Parkschein- bzw. Pickerlpflicht nicht - wie üblich - von 9.00 bis 22.00 Uhr gelten, sondern nur zwischen 12.00 bis 18.00 Uhr.

Überlappungszonen festgelegt
Festgelegt wurden heute auch die Überlappungszonen. Dabei handelt es sich um jene Areale, in denen zwei Parkpickerl-Bezirke aneinanderstoßen und Anrainer mit einer Berechtigung für den einen Bezirk auch im Grenzgebiet des anderen Bezirks parken dürfen. Diese werde es in jedem Bezirk außer Meidling geben, so Bubak. Weiters sind in Hernals und Penzing Berechtigungszonen geplant. Damit sollen jenen Anrainern, die nicht unmittelbar in den Kurzparkzonen wohnen, aber bei der Parkplatzsuche davon betroffen sind, die Möglichkeit haben, ebenfalls das Pickerl zu beantragen.

Als nächster Schritt folgen nun entsprechende Verordnungserlasse - gewissermaßen die rechtliche Basis für die Pickerleinführung. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) betonte in einer Aussendung erneut die Notwendigkeit, die Parkraumbewirtschaftung auszudehnen: "Auch wenn die Maßnahme auf den ersten Blick schmerzen mag, die Stadt muss sich gegen die Blechlawine aus dem Umland schützen. Und das Parkpickerl schafft hier Abhilfe." Mittlerweile sei in vielen Grätzeln der Außenbezirke der zur Verfügung stehende Parkraum voll ausgelastet und die Bewohner würden keinen Stellplatz mehr vorfinden. Rund ein Viertel der in diesen Bezirken parkenden Autos habe ein Nicht-Wiener-Kennzeichen.

Die Grenzziehung im 16. Bezirk sorgte für Kritik vonseiten des ÖAMTC. "Die Zone ist höchstens bis zur Wattgasse-Schmelz-Johnstraße gerechtfertigt", ärgerte sich Martin Hoffer, Jurist des Verkehrsclubs, heute in einer Aussendung. "Sollte die massive Ausweitung, sogar noch weit über die Vorortelinie hinaus, trotzdem passieren, dürfte die Sache vor dem Verfassungsgerichtshof landen", warnte er. Bubak sieht die Stadt im Recht: "Aufgrund der vorliegenden Studien, die gemacht wurden, ist es rechtlich schon zulässig, weil sich durch die Kurzparkzone auch die Situation in den jetzt weniger problematischen Bereichen verändern würde. Dadurch ist die Ausweitung auch im Sinne der Bevölkerung erforderlich und auch vom Bezirk dann gewünscht."

Neue Pickerl ab 1. August
Anrainer können die neuen Pickerl ab 1. August bestellen, Unternehmen können die Stellplatzerlaubnis bereits ab 1. Juli beantragen. Die zulässige Parkdauer, also für Pkw-Besitzer ohne Pickerl, wird in den neuen Gebieten drei Stunden - und nicht wie in den "alten" Pickerlbezirken zwei Stunden - betragen.

Im Gegensatz zu den fünf neuen Parkpickerlbezirken hat die Bezirksvorstehung in Favoriten beschlossen, die Kurzparkzone nicht einzuführen. In Währing stimmte bei einer Bürgerbefragung die Mehrheit gegen die Einführung. Zusätzlich wird auch in Simmering, Hietzing, Döbling, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing das Parken weiterhin gratis bleiben.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
12 Postings
danke an die Bevölkerung! (GAST) meint am 26.09.2012 03:11:54 ANTWORTEN >
die Politiker kann man längst vergessen.... aber die Bevölkerung hat in diesem Fall selbst Schuld! Sich aufregen und die Meinung im NET hilft rein gar nix! Wie dumm ist die Gesellschaft eigentlich? Wenn Dummheit weh tun würde - würden 90% Schmerzen haben
muehli56 meint am 24.09.2012 08:46:40 ANTWORTEN >
Ich kann es einfach nicht verstehen,das sich eine Frau Vassilakou anmasst zu sagen bei einführung des Parkpickerl sei eine direkte Demokratie nicht erwünscht weil der Bürger ja eh nein sagen würde.Wenn es aber darum geht Geld für das Rathaus bzw.die Regierung zu beschaffen da ist es möglich eine Volksbefragung durch zu führen.
Ich benutze wie viele andere Bürger dieser Stadt auch die Öffis um zur Arbeit zu kommen,man muss ja die Umwelt schonen und dafür sorgen das man nicht jede Fahrt mit dem Auto unter nimmt,so jetzt wird man dafür auch noch Bestraft.Man zahlt die Monats/Jahreskarte und das Parkpickerl.Ich kann nur sagen toll gemacht,so nimmt man den Bürger gleich die entscheidung ab wen wähle ich denn jetzt.Da gibt es nur eine Alternative STRACHER denn nur so geht in Österreich auch wieder was weiter und das Wort Demokratie ist wieder was wehrt.Eines muss ich auch noch erwähnen,wenn man sieht wie viele Bürger Wiens es einfach hinnehmen so abgezockt zu werden kann ich nur sagen auch mit Schuld.Warum nehmen wir unsere Rechte nicht wahr und Demostrien gegen diese Ungerechtigkeit.Es wird wegen der kleinsten kleinigkeit alles am Ring lahm gelegt.Hier wäre eine möglichkeit alles Lahm zu legen da mit die da Oben entlich mal merken SO NICHT !!!!!!!!!!!!!!
karl laschnikow (GAST) meint am 01.05.2012 19:41:30 ANTWORTEN >
jaaa, wählt sie weiterhin, euch ist nicht mehr zu helfen
whoever37 (GAST) meint am 01.05.2012 12:28:04 ANTWORTEN >
Ist doch ganz einfach. Die Mißwirtschaft der Stadt braucht Geld.
In München oder Berlin zB kostet ein Anwohnerparkpickerl 30-40 Euro/Jahr. Die ganze Stadt ist in eine Hand voll Zonen aufgeteilt, so treibt man die Leute dann nicht zum einkaufen in die riesigen Shopping-Tempel sondern tut was für die lokale Wirtschaft. Da gibt es sogar Besucher-Parkpickerl... um kleines Geld, versteht sich.
Ich wünsche mir nur, dass viele viele Pendler dann auf die Öffis umsteigen, denn dann wird klar, dass es die Öffis nicht schaffen, den Ansturm zu bewältigen. 40,41,43,44, 2, U6 laufen jetzt zur Stoßzeit an der Kapazitätsgrenze, da geht einfach nicht mehr.
Zwischen Auhof und hütteldorf sollte dringen ein Pendlerparkplatz gebaut werden, gratis versteht sich, damit für Pendler und Wiener mehr Lebensqualität entsteht.
bluescreen (GAST) meint am 01.05.2012 09:43:58 ANTWORTEN >
DANKEEEEE Frau Vassilakou!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Parkpickerl JA, aber bitte für Anwohner gratis. Warum muss ich jetzt dafür bezahlen, dass ich Parken kann, obwohl es doch nicht so schwer ist einen Parkplatz zu finden. Damit sind die Grünen in Wien wieder Geschichte. Schade, dass persönliche Profilierungssucht vor den wirklichen Interessen und Wünschen der Bevölkerung steht.
rubikon meint am 01.05.2012 09:17:06 ANTWORTEN >
@ omen
denen wird der Goldene Rathausmann mit grüner Schleife verliehen.
16 bezirk (GAST) meint am 30.04.2012 23:35:59 ANTWORTEN >
ich glaub die Bezirksvorsteher und unser herr bürgermeister haben vergessen das sie nur auf zeit gewählt sind, aber die nächsten wahlen kommen bestimmt, und dann werden sie ihr geliebten sessel verlieren
so wird das feld für hr strache toll aufbereitet
Super.... (GAST) meint am 30.04.2012 22:21:12 ANTWORTEN >
ich wohne genau am Rand einer Zone, jetzt wird es vermutlich noch schwerer werden einen Parkplatz zu bekommen, weil dann alle Pendler sich am Rand sammeln werden.
brebrebre (GAST) meint am 30.04.2012 22:15:59 ANTWORTEN >
kann die wahlen kaum erwarten...
Parkpickerl (GAST) meint am 30.04.2012 20:05:49 ANTWORTEN >
Vielen Dank Frau Vassilakou. Damit ist der Weg für den zukünftigen Wahlsieger Herrn Strache so gut wie fix. Österreich schafft sich ab.
omen meint am 30.04.2012 18:30:43 ANTWORTEN >
bekommen grüne und ihre imigrantenfreunde eine sondergenehmigung ???
rubikon meint am 30.04.2012 18:27:10 ANTWORTEN >
Die Zwangsbeglückung der Bevölkerung in den neuen Parkpickerlbezirken wird sich noch rächen. Man wird dann sagen: Einst gab es ein rotes Wien.
Seiten: 1
Die kältesten Orte mehr Wetter >
1. Obertauern -3.1°
2. Hintertux -1.7°
3. Obergurgl -0.8°
4. Saalbach-Hinterglemm -0.3°
5. Tux -0.1°
6. Bad Mitterndorf 0.1°
7. Lech 0.1°
8. Spital am Pyhrn 0.2°
9. Bad Leonfelden 0.3°
10. Göstling an der Ybbs 0.4°
Top Gelesen Chronik
Die neuesten Videos mehr >
NEWS AUS MEINEM BUNDESLAND
  • W
  • N
  • B
  • O
  • S
  • St
  • K
  • T
  • V
Top Immobilien
Top-Handwerker
zurückseite 1seite 2seite 3seite 4seite 5weiter
Webtipps