Wien-Leopoldstadt

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Räumung: Straßenschlacht um Punker-Haus

Seiten: 12

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Es waren bisweilen gespenstische Szenen, die sich seit Montagfrüh 5.18 Uhr in der Mühlfeldgasse 12 im Wiener Bezirk Leopoldstadt abspielten – Startschuss für eine der größten Straßenschlachten der Stadtgeschichte. Das Gebäude war seit zweieinhalb Jahren von Punks besetzt worden. Dafür rückten mindestens 500 Polizisten schwer bewaffnet und mit Panzern an, sollten die „Pizzeria Anarchia“ räumen. Zusätzliche 1.200 Beamte standen in Bereitschaft.

Video: Das denken die Österreicher über die Räumung:

Video zum Thema Eine Million Euro Einsatzkosten

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Neues Video: So räumte die Polizei das Haus:

Video zum Thema Polizei räumt bestetztes Haus

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Hier klicken: Punks sollten Mieter "rausekeln" >>

Kosten: Eine Million Euro
Polizeisprecher Roman Hahslinger wollte sich auf exakte Kosten nicht festlegen. Sicher ist aber: Sie gehen in die Hunderttausende. Experten schätzen eine Million (so viel kostete auch der Einsatz beim Akademikerball). Selbst aus den Bundesländern wurden Einheiten nach Wien beordert. Ein Helikopter wurde eingesetzt, ein Panzerwagen, ein Lkw mit Wasserwerfer standen bereit.

Rechtsgrundlage für die Mega-Aktion war ein Räumungsbescheid, den die Hausbesitzer im Februar 2014 vor Gericht erwirkt haben. Nachbarn in der Mühlfeldgasse zu ÖSTERREICH: „Den Einsatz sollen die Hausbesitzer zahlen.“

Das Video der Räumung:

Video zum Thema Wien: Großaufgebot der Polizei

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Punks nahmen Polizei
 einfach Eisengitter weg
Der Einsatz begann mit einer Panne: Die Polizei hatte metallene Tretgitter für die Beamten angeliefert, aber nicht bewacht. So bekamen die Hausbesetzer weiteres Material in die Hände, um sich zu verbarrikadieren. „Ein logistischer Fehler von uns“, räumte Polizeisprecher Roman Hahslinger ein.

Mit Einkaufswagen 
verbarrikadiert
Auch der weitere Einsatz verlief eher holprig. Der Polizei gelang es stundenlang trotz eingesetzten Panzerwagens und Wasserwerfers nicht, in das Haus einzudringen. Die Türen waren von innen mit Stahlplatten verschweißt worden, die Beamten wurden aus dem dritten Stock des Hauses mit faulen Eiern, Buttersäure, Farbe und Fäkalien beworfen. Ein Punk urinierte sogar aus dem Fenster auf die Einsatzkräfte. Ein Fernseher flog ihnen entgegen. Ein Beamter wurde getroffen und verletzt, musste ärztlich behandelt werden. Angereiste Sympathisanten randalierten vor der Absperrung, wurden abgeführt.

Diashow So räumte Polizei "Pizzaria Anarchia"

Punker-Haus nach Großeinsatz geräumt

Punker-Haus nach Großeinsatz geräumt

Punker-Haus nach Großeinsatz geräumt

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

Räumung der "Pizzeria Anarchia"

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Nach 16 Stunden Aus für die "Pizzeria Anarchia"
Erst gegen 19 Uhr gelang es der Polizei, die ersten drei Punks aus dem Haus zu tragen. Bis in den dritten Stock gab es Wegsperren wie verschweißte Einkaufswagen und Kühlschränke. Die Beamten mussten sich mit Kreissägen zu den Hausbesetzern vorkämpfen.

Gegen 20.45 Uhr war die „Pizzeria Anarchia“ Geschichte. Die restlichen Hausbesetzer (vier Frauen und zwölf Männer) wurden herausgebracht. Bilanz: 12 Festnahmen wegen Verwaltungsübertretungen, 19 wegen gerichtlicher Straftaten, drei leicht verletzte Polizisten.

Alle Hausbesetzer mittlerweile auf freiem Fuß
Alle 19 Hausbesetzer der "Pizzeria Anarchia" - 15 Männer und 4 Frauen - sind wieder frei. Das bestätigte Polizeisprecher Roman Hahslinger am Dienstag. Die Haubesetzer wurden in der Nacht auf Dienstag einvernommen und dann auf freiem Fuß angezeigt. Rund die Hälfte der Festgenommenen sind laut Hahslinger deutsche Staatsbürger.

Kritik von Peter Pilz

Der Grüne Abgeordnete Peter Pilz hinterfrägt unterdessen in einer Aussendung die hohe Anzahl der eingesetzten Personen. Daher richtete er an Innenministerin Mikl-Leitner sieben Fragen zum Polizeieinsatz. Unter anderem möchte er von der Ministerin die tatsächlich eingesetzte Zahl der Beamten und die Höhe der Kosten wissen.

Nächste Seite: oe24.at berichtete LIVE über die Haus-Räumung.

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