08. August 2009 21:58

Fall Yvonne 

Polizei wehrt sich gegen Vorwürfe

Im ÖSTERREICH-Interview erhebt Yvonnes Vater schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Er meint, das Kind hätte viel früher gerettet werden können.

Polizei wehrt sich gegen Vorwürfe
© APA

„Wir haben alles Menschenmögliche getan, um Yvonne zu finden, und das ist uns schlussendlich auch gelungen“, wehrt Chefermittler Oberstleutnant Gerhard Winkler Kritik ab, es habe ab dem ersten Tag des Verschwindens des Mädchens ganz konkrete Hinweise gegeben, dass es sich bei seinem Onkel aufhält.

Winkler: „Wir leben in einem Rechtsstaat und daher muss man unterscheiden zwischen Gerüchten und konkretem Tatverdacht.“ Tatsächlich war ja die vergangenen 20 Monate nur wegen des Verdachts der Kindesentziehung ermittlet worden – ein im Vergleich zum sexuellen Missbrauch Unmündiger weit geringeres Vergehen, bei dem die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft bei weitem nicht so umfassende Fahndungsmaßnahmen setzten kann, wie im Missbrauchsfall. „Und dass der 38-Jährige sich an der jungen Yvonne vergangen hat, ist ja erst bei der Befragung am Freitag herausgekommen“, so Winkler.

"Onkel hat sich geschickt versteckt"
Schließlich gelang es den Ermittlern, den Teenager über eine Computeradresse auszuforschen. Winkler: „Wir hatten ja auch die Monate zuvor ständig weitergesucht, aber der Onkel hat sehr geschickt immer wieder die Wohnung gewechselt und das Kind versteckt.“


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare
Top Gelesen Chronik
TOP Videos mehr >
Webtipps