10. Juli 2009 21:53

Fall Kampusch 

Priklopil-Freund schlägt zurück

Ernst H. wehrt sich gegen die Nachrede, er habe von Nataschas Entführung gewusst.

Priklopil-Freund schlägt zurück
© APA

Der Wiener Kaufmann Ernst H. will nicht länger mit der schwarzen Wolke leben, die ihn seit dem 23. August 2006 verfolgt. Damals gelang Natascha Kampusch die Flucht. Und bevor sich ihr Entführer Wolfgang Priklopil vor einen Zug warf, telefonierte er noch einmal mit seinem besten Freund: Ernst H. Weil der Kidnapper seinen Kumpel auch einmal mit Natascha besucht hat, steht Ernst H. seither immer wieder im Verdacht, er habe vielleicht von dem Verbrechen gewusst.

Freitag ging der 45-Jährige erstmals in die Offensive – und klagte Die Aktuelle (Anwalt Peter Zöchbauer) wegen eines entsprechenden Berichts. Und bei der ersten Verhandlung zeigte sich: Dem Kläger Schuld nachzuweisen, wird schwer. Trotzdem wirkte er nicht glücklich: Denn Polizisten, die ihn entlasten hätten können, dürfen nicht aussagen.


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