Wien-Innere Stadt
Promi-Juwelier: Überfall neu aufgerollt
Ernst Klimitsch seit Tagen verschwunden: Überfall auf Geschäft wird erneut überprüft.
Ernst Klimitsch ist nach wie vor auf der Flucht. Er soll mit einem Kunstschatz im Wert von vier Millionen Euro abgetaucht sein. Gegen ihn stehen massive Vorwürfe wegen Geldwäsche und Steuerbetrugs in zweistelliger Millionenhöhe im Raum. Klimitsch hat sich weder bei seiner Familie noch bei den Behörden gemeldet. Nun gibt es Ermittlungen, ob der Überfall auf den Juwelier Kornmesser am 18. Jänner fingiert gewesen sein könnte. Die Polizei hält sich auf ÖSTERREICH-Anfrage bedeckt: „Wir ermitteln in alle Richtungen. Über Zusammenhänge wird schon laut nachgedacht.“
Graben-Coup
Wie berichtet, hatten Pink-Panther-Räuber das noble Kornmesser-Geschäft am Graben 26 ausgeraubt und waren mit einer Millionenbeute geflüchtet. Den Ermittlern fiel damals eine Ungereimtheit auf: Gegen alle Gewohnheiten war Ernst Klimitsch, Chef-Designer des Kornmesser-Juwelen-Clans, just bei dem Überfall nicht im Geschäft. Nur sein 19-jähriger Neffe, der Jung-Juwelier Jonas Kornmesser, wurde das Opfer des Duos. Wenige Augenblicke nach dem Blitz-Coup tauchte Klimitsch auf und fand seinen verletzten Neffen vor. Von Tätern und der Beute fehlt jede Spur.
Das damalige Überfall-Opfer Jonas Kornmesser will von alldem nichts wissen. Er glaubt an die Unschuld seines Onkels. Am Telefon sagte er zu ÖSTERREICH: „Ich kann mir da keinen Zusammenhang erdenken, mein Onkel hat mir damals sogar die Wunde zugedrückt, er hat damit sicher nichts zu tun.“
Von Klimitsch fehlt weiterhin jede Spur: Ein internationaler Haftbefehl wurde noch nicht ausgestellt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Er entwarf mit Keszler ein Collier
Life-Ball-Organisator Gery Keszler, Hollywood-Star Eva Longoria (Desperate Housewives) und die betuchte Wiener Opernball-Gesellschaft: Das war die Kundschaft von Ernst Klimitsch, dem flüchtigen Chef-Designer der Juwelier-Familie Kornmesser.
Für Gery Keszler und den Life Ball 2011 entwarf Klimitsch eigens das edle, sündteure, mit Diamanten und Rubinen bestückte, goldene Red-Ribbon-Collier. Allein der Materialwert des Colliers macht mehr als 160.000 Euro aus. In 250 Arbeitsstunden verarbeiteten Keszler und Klimitsch die edlen Steine auf stolze 315 Gramm. Das Highlight des Colliers ist ein mehr als siebenkarätiger tropfenförmiger Diamant. Das Collier wurde Hollywood-Diva Elizabeth Taylor gewidmet und nach dem Life Ball für die Aids-Hilfe versteigert.
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