01. September 2010 10:32

Verdunkelungsgefahr 

Prostituiertenmord: Verdächtiger in Haft

Der 41-Jährige wird verdächtigt, in Wien eine Slowakin erstochen zu haben.

Prostituiertenmord: Verdächtiger in Haft
© privat

Gegenüber der Polizei sagte der 41-Jährige am Dienstag im Beisein seines Top-Anwaltes Marcus Januschke gar nichts mehr – außer einem Satz: „Ich war’s nicht!“ Jetzt wurde der Asylant aus Serbien in die Justizanstalt Josefstadt überstellt.

Wie ÖSTERREICH indes erfuhr, ist das bisher einzige Indiz, das gegen Sasa spricht, ein am Tatort in der Wohnung des ermordeten Callgirls Lucia R. gefundenes Handy. Von dem Funktelefon wurden offenbar SMS geschickt, die dem Verdächtigen zugeordnet werden können. Sasa N. hat laut Insider-Infos folgende Erklärung dafür: „Ich habe ihr dieses Telefon als Firmenhandy überlassen.“

Außerdem wusste der 41-Jährige nach eigenen Angaben nicht, dass die Slowakin, die er aus einem Café im 12. Bezirk kennt, „eine dunkle Seite hatte“, also als Prostituierte arbeitete. „Ich wusste von ihren finanziellen Problemen“ – worauf der Serbe, der als privater Kreditvermittler tätig ist, sie angeblich bei sich mitarbeiten ließ.

Streit um 1.000 Euro doch das Mordmotiv?
Zeugen aus der Rotlicht-Szene dagegen sagen gegenüber den Ermittlern aus, dass es sehr wohl massive Streitereien zwischen Lucia R. und dem Serben um die Rückzahlung von Schulden gegeben habe. Konkret soll das Mädchen dem Geldverleiher 1.000 Euro geschuldet haben.

Der von Sasas Lebensgefährtin bestellte Anwalt des Serben, Marcus Januschke, zu ÖSTERREICH: „Warten wir jetzt einmal ab, was die Rufdatenerfassung des sichergestellten Handys ergibt. Und zu wem die DNA-Spuren, die am Tatort entdeckt wurden, wirklich führen.“

„Vermisster“ Freund des Opfers war in der Türkei
Höchst unwahrscheinlich jedenfalls, dass der genetische Fingerabdruck den seit der Tat verschwundenen Freund von Lucia R. ins Zwielicht bringt. Denn der junge Mann, ein Türke, war natürlich oft in der Wohnung. Zudem dürfte er sich zum Tatzeitpunkt – als Lucia mit 40 Messerstichen niedergemetzelt und dann die Unterkunft angezündet wurde – in der Türkei aufgehalten haben.


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