17. April 2009 14:34

Anzeigen-Flut 

Rauch-Sheriffs fühlen sich bedroht

Eine Selbsthilfe-Gruppe prüfte auf eigene Faust Wiener Lokale. Die Ergebnisse sollen in einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Der Ort der PK wurde auf Anraten der Polizei verlegt.

Rauch-Sheriffs fühlen sich bedroht
© buenos dias

Am Montag will die Selbsthilfegruppe "Krebspatienten für Krebspatienten", die in Eigenregie alle Lokale in der Wiener Innenstadt auf Verstöße gegen das gesetzliche Rauchverbot untersucht hat, Hunderte Anzeigen an Bezirkschefin Ursula Stenzel (V) übergeben. Vereins-Obmann Dietmar Erlacher klagte bezüglich des Termins am Freitag aber über eine mysteriöse Drohungen."D er Pressekonferenz-Ort wurde auf polizeiliches Anraten kurzfristig verlegt, da es - vermutlich durch die Tabak-/Wirte-Lobby - zu 'Eigenartigkeiten' gekommen ist", so Erlacher. "Deshalb wurde auch mit dem Staatssicherheitsdienst Kontakt aufgenommen, zum Polizeischutz geraten."

Bei der Wiener Polizei wusste man von alldem nichts. Es sei von keiner Gefahr auszugehen. Es wurde zwar um Polizeischutz gebeten, aber zu einer Verlegung wurde nicht geraten. Ein Zugeständnis wurde trotzdem gemacht: Die Veranstaltung wird im Rahmen der Streifentätigkeit verstärkt kontrolliert.

Anschlag bei Adressen-Übergabe
Bei Erlacher hört sich die Situation um einiges dramatischer an. Bei der Übergabe von Anzeigen gegen 90 Prozent der Lokale in der Shopping City Süd (SCS) am Mittwoch an den Mödlinger Bezirkshauptmann Hannes Nistl sei ein "Anschlag" auf ihn verübt worden, so der Obmann. Jemand habe ihm aus dem rechten Vorderreifen seines Wagens die Luft ausgelassen. Ein weiterer Grund für die Verlegung sei auch, dass die Polizei keinen Stau oder Aufruhr am ursprünglichen Veranstaltungsort - der Wipplinger Straße - wünsche. Die Pressekonferenz soll nun in der Weihburggasse stattfinden.


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