14. Jänner 2009 11:23

Auffahrunfälle 

Schnee und Eis sorgen für Verkehrschaos

Zahlreiche Auffahrunfälle wegen Glatteis am Mittwoch. Die Überwachung der Kurzparkzonen in Wien ist offiziell nicht ausgesetzt.

Schnee und Eis sorgen für Verkehrschaos
© APA/ FW St. Georgen

Regen, Schneefall, Glatteis - die Verkehrsbedingungen in Ostösterreich konnten am Mittwoch nicht ungünstiger sein. Dementsprechend chaotisch ging es auf den Straßen zu. Von Niederösterreich bis Kärnten sorgten widrige Fahrbahnverhältnisse immer wieder für Verzögerungen und Unfälle. Die Straßendienste standen im Dauereinsatz, allein in Wien waren 1.400 Einsatzkräfte auf den Beinen.

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Ab 6.30 Uhr stand in der Bundeshauptstadt der gesamte Winterdienst inklusive der privaten Schneeräum-Unternehmen im Einsatz. 1.400 Personen kämpften mit 380 Geräten darum, das 2.800 Kilometer lange Straßennetz der Bundeshauptstadt von der weißen Pracht zu befreien. Angesichts des Schneefalls hatten jedoch auch die Wiener Linien leichte Probleme. So mussten die Bus-Linien 35A und 38A vorübergehend ihren Betrieb einstellen, und gegen 10.00 Uhr kollidierte am Stubenring ein Lkw mit einer Straßenbahn, wobei nur Blechschaden entstanden sein dürfte.

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Drei Fahrstreifen auf der Tangente gesperrt
Ein Verkehrsunfall zwischen Kaisermühlen und Knoten Handelskai hat am Mittwoch in den Abendstunden fast die ganze Wiener Südosttangente (A23) lahmgelegt. Der ÖAMTC meldete etwa zehn Kilometer Stau, die Fahrzeugkolonne reichte bis zur Stadtgrenze. Drei von vier Fahrstreifen wurden gesperrt. Laut Polizei waren in den Crash ein Sattelschlepper und zwei Pkw verwickelt. Eine Person dürfte verletzt worden sein. Nähere Informationen lagen vorerst nicht vor.

Auch Niederösterreich betroffen
Regen und Schneefall haben am Mittwoch auch in Niederösterreich zu Verkehrsbehinderungen geführt. Betroffen waren neben der West- (A1) und Südautobahn (A2) auch Bundesstraßen. Immer wieder mussten Fahrspuren aufgrund von Kollisionen vorübergehend gesperrt werden, berichtete der ÖAMTC. Zu Verkehrsunfällen kam es auf der A1 bei Pressbaum und bei Auhof, ebenso krachte es unter anderem auf der Manker Bundesstraße (B29) bei Obergrafendorf (Bezirk St. Pölten) und der Mariazeller Straße (B20) bei St. Georgen. Rund 1.200 Angestellte des NÖ Straßendienstes standen im Einsatz, mit ebenso vielen Räum-und Streufahrzeugen wurde das rund 13.700 Kilometer lange Landesstraßennetz im Bundesland betreut.

Straßenglätte im Burgenland
Im Burgenland waren seit den Nachtstunden die rund 70 Fahrzeuge des Straßendienstes im Einsatz. In den nördlichen Bezirken sorgte in der Früh Eisregen für Straßenglätte. Die Feuerwehren mussten vereinzelt zu Berge-Einsätzen ausrücken, hieß es vom Landesfeuerwehrkommando. In Kaisersteinbruch (Bezirk Neusiedl am See) musste ein Klein-Lkw geborgen werden. Im Eisenstädter Ortsteil Kleinhöflein kam eine Frau mit ihrem Pkw von der Straße ab und landete im Graben. Auf der B50 bei Piringsdorf (Bezirk Oberpullendorf) wurde laut Exekutive eine Frau bei einem Unfall verletzt. Die Feuerwehr war nach einem Auffahrunfall, an dem zwei Autos beteiligt waren, im Einsatz. Ein weiterer Pkw stieß mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen.

Winterliche Fahrverhältnisse in der Steiermark
Teilweise starker Schneefall im Süden und Westen sorgte in der Steiermark für tief winterliche Fahrverhältnisse. Sogar in Graz blieb die weiße Pracht wenige Zentimeter hoch liegen. Größere Behinderungen gab es dennoch keine. Die Autobahnmeistereien der Asfinag waren mit insgesamt 34 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz. Die neuen Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) im Großraum Graz warnten die Lenker zusätzlich vor Glatteis. Teilweise wurde das Tempo auf 60 km/h beschränkt. Trotzdem kam es immer wieder zu kleineren Auffahrunfällen, Pkw gerieten reihenweise ins Schleudern. Das sei laut Polizei auch darauf zurückzuführen, dass noch immer zahlreiche Busse und Autos mit Sommerreifen unterwegs seien.

Massenkarambolage auf der A2 in Kärnten
Die winterlichen Fahrverhältnisse haben Mittwochnachmittag auf der Südautobahn (A 2) bei St. Andrä (Bezirk Wolfsberg) in Kärnten zu einem Serienunfall geführt. Laut Angaben des ÖAMTC waren bis zu 15 Fahrzeuge an der Massenkarambolage beteiligt, ersten Angaben zufolge wurden vier Personen verletzt. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Italien zwischen St. Andrä und Völkermarkt gesperrt.

Der Verkehr wurde für die Dauer der Aufräumarbeiten über die Packer Bundesstraße (B 70) umgeleitet. Wegen der Schneefälle galt für beinahe alle höher gelegenen Bergstraßen in Kärnten Kettenpflicht


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