04. Mai 2011 21:26

Grausam 

Sex-Mord: Philipp übte Leichen zerstückeln

Lebenslang fast fix. Mutter des Opfers sagte aus.

Sex-Mord: Philipp übte Leichen zerstückeln
© TZ ÖSTERREICH/Pauty

Am zweiten Verhandlungstag im Sexmord-Prozess platzte die Bombe. Den Zünder dazu lieferte der Angeklagte selbst: Philipp K. (23) steht im dringenden Verdacht, seine Freundin Steffi P. bei Sadomaso-Spielen erstochen (200 Wunden), zerstückelt und die Leichenteile in einen Müllcontainer seines Wohnhauses in Wien-Hietzing geworfen zu haben.

Kombi-Rausch
Der mutmaßliche Mörder mit dem Milchgesicht bestreitet die Tat und die Malträtierung des toten Körpers. Er sei in einem Kombi-Rausch durch Wodka und Drogen spätabends neben Steffi eingeschlafen und habe in seiner Mini-Garçonnière (23 m2 Wohnfläche) nichts vom monströsen Verbrechen bemerkt: "Als ich im Morgengrauen aufwachte, lag ihre entsetzlich entstellte Leiche vor der Küchenzeile."

In Panik, als Täter zu gelten, habe er allerdings dann die sterblichen Reste versteckt.
Vor dem Prozess klammerte sich K. an mehrere Schwachstellen der Anklage (ein dubioser Kronzeuge, Kleidung und Tasche des Opfers sind verschwunden). Unter den wichtigsten offenen Fragen etwa: Wie kann ein medizinischer Laie allein einen Körper zerteilen?

Er fotografierte sich stolz vor einer Frauenleiche
Mittwoch wurde die Mutter des Opfers, Irmgard P., als Zeugin vernommen. Und die gebrochene Frau erzählte, warum sie den Freund ihrer Tochter nie mochte: "Als er sich vorstellte, sagte er: Ihr könnt schon Doktor zu mir sagen. Dann zeigte er ein Handyfoto, das er selbst vor einem Spiegel aufgenommen hatte. Philipp stand grinsend vor einem Spiegel und strich sich stolz durch die Haare. Vor ihm lag eine Frauenleiche mit geöffnetem Schädel. Ich fand das entsetzlich pietätlos."

Horrorbild
Die brillante Richterin Sonja Weis bohrte sofort beim Angeklagten nach. Der erklärte, sichtlich geschockt von der neuen Information: "Ich wollte damals an der Paracelsus-Klinik in Salzburg Medizin studieren und musste vorher ein Volontariat im Spital machen. Dabei habe ich an Obduktionen teilgenommen." Kurzum: Er hat geübt, Tote zu zerteilen.

Ein Blick zu den Geschworenen in diesem Moment reichte, um ihr Urteil vorauszuahnen. Zumal sich der Angeklagte vor ihren Augen selbst vernichtet: Er antwortet zwar artig, aber auf keine Frage konkret. Und mit jedem Zeugen mehr wirkt er nicht mehr adrett, sondern entsetzlich harmlos.

Beispiele:
Steffis Schwester Julia (17) sagt aus, K. habe sie sexuell attackiert: "Damals war ich 13." Seine Ex-Freundin Lisa erklärt, sie habe seine Beschimpfungen im Rausch und seine Seitensprünge mit Steffi nicht mehr ausgehalten: "Er macht allen Menschen was vor."

Bizarr auch:
Zwei Stunden nach der Entsorgung des Mordopfers rief K. einen Freund an, doch dessen Arbeitskollegin hob ab. Er lud sie zu einem Cocktail ein und versuchte zu flirten.


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