27. August 2009 09:03

Augarten 

Situation eskaliert

Die Besetzer harren der Dinge, die Bagger können jederzeit wieder kommen. Und: Häupl und Nettig weichen vom Kuschelkurs ab.

Situation eskaliert
© TZ Österreich Fally

„Wir bleiben so lange, bis der Bau des Konzertsaales definitv vom Tisch ist“, sagt Matthias Heckmann von der Plattform Augarten. „Wir lassen uns die Gabe des Kaisers an uns Bürger nicht wegnehmen“, ergänzt Raja Schwahn-Reichmann, vom Josefinischen Erlustigungskomitee. Die Aktivisten – der harte Kern umfasst in etwa 50 Personen – halten Tag und Nacht Wache. Derzeit geht es darum, die – nun offiziell gestatteten Probebohrungen – mit allen Mitteln zu verhindern.

Demonstranten abseits der Legalität
Sängerknaben-Präsident Walter Nettig: „Wir haben einen privaten Sicherheitsdienst, aber die werden sich nicht in kämpferischer Art mit den Demonstranten anlegen.“ Und die Polizei? „Ich bin kein Freund von Polizeiaktionen, aber es gehört schon deutlich gesagt, dass wir uns im Gegensatz zu den Demonstranten auf dem Boden der Legalität befinden.“ Plus: „Bei mir haben schon viele Anrainer angerufen und sich über den Radau, den die Demonstranten machen, beschwert.“

Beharren auf Gespräch mit Häupl
Derzeit schalten die Aktivisten auf stur: Sie wollen eine Aussprache mit Bürgermeister Michael Häupl. Dieser verweist an den zuständigen Stadtrat Rudi Schicker. Dazu Schwahn-Reichmann: „Mit Schicker und Co hatten wir schon zu tun. Diese Gespräche waren sinn- und fruchtlos. Wir wollen mit unserem Bürgermeister reden.“

Bürgermeister Michael Häupl diplomatisch: „Ich stehe zu diesem Projekt der Sängerknaben. Es sind die Besetzer, die sich ins Unrecht gesetzt haben. Daran gibt es nichts zu rütteln. Aber dennoch“, so Häupl weiter, „kann ich als Mediator auftreten.“ Nachsatz: „Auch wenn ein parteiischer Mediator kein Mediator sein kann.“


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare
Top Gelesen Chronik
TOP Videos mehr >
Webtipps