18. November 2007 22:23
Die Tür steht offen: Der Schönbrunner Baby-Panda kann jetzt jederzeit ins
Freigehege. In vier Wochen ist es spätestens so weit.
Der knapp drei Monate alte Fu Long hat sich zu einem stattlichen Bären
gemausert, ist mittlerweile 55 Zentimeter groß und fast vier Kilo schwer.
Noch befindet sich der Star aus Schönbrunn im Panda-Haus oder in der Wurfbox
auf dem Bauch seiner Mama Yang Yang.
Wann der Panda ins Freie marschiert, entscheidet er selbst. Die Tür steht
offen, es kann also jederzeit passieren. Die Tier-Profis von Schönbrunn
rechnen damit, dass es in vier Wochen (also rund um den 15. Dezember) so
weit sein wird.
Nichtschwimmer
Das Außengehege der Pandas wird gerade
kindersicher gemacht. „Es gibt zwei Stellen durch die ein Panda-Junges
durchschlüpfen könnte. Davor wurde jetzt Plexiglas montiert“, erklärt
Zoologin Eveline Dungl.
Einer der drei Teiche im Panda-Gehege wurde ebenfalls gesperrt. „Dieser
Teich ist besonders tief und hat keine guten Ausstiegsmöglichkeiten. Pandas
gehen nicht freiwillig schwimmen. Würde der Kleine hineinfallen, muss er
wieder aus dem Wasser krabbeln können“, erklärt Dungl.
Fu Long entscheidet
Die Pfleger im Tiergarten Schönbrunn
versuchen, dem Panda-Baby das Aufwachsen so natürlich wie möglich zu
gestalten. „Wir wollen nicht in seine Entwicklung eingreifen“, sagt Dungl.
Und so entscheidet einzig und allein Fu Long selbst, wann er mit Mama ins
Freie geht. Ein Familientreffen blieb bis jetzt noch aus. Wenn sich Yang
Yang mit ihrem Partner zum Bambus-Mahl im Freien trifft, bleibt Fu Long ganz
allein zu Hause.
Selbst Bambus fressen wird er erst zirka mit einem Jahr können, wenn er
Zähne bekommt. Bis dahin wird er von Yang Yang noch mit Muttermilch
versorgt.