Sonderthema:
Sohn flüchtet mit 100.000 € in die Karibik

Eigenen Vater bestohlen

Sohn flüchtet mit 100.000 € in die Karibik

Mittwochnacht erreichte die ÖSTERREICH-Redaktion eine verzweifelte E-Mail-Nachricht: „Mein Sohn hat mir 100.000 Euro gestohlen! Jetzt macht er sich mit seiner Familie auf in die Dominikanische Republik. Ich hoffe noch immer, die Polizei lässt es nicht drauf ankommen, dass ich selbst am Flughafen erscheine! Kann für nichts garantieren!“

Peter L. ist verzweifelt und fühlt sich im Stich gelassen
Auf ÖSTERREICH-Nachfrage erzählte der Verfasser Peter L. (58): „Mein Sohn hat noch am Samstag bei mir übernachtet. Dann habe ich über Dritte erfahren, dass er mit seiner Familie in die Dominikanische Republik reist. Aber er ist arbeitslos. Also wunderte mich, woher er das Geld hatte.“ Dann fiel dem 58-Jährigen ein, dass er seinem Sohn von den 100.000 Euro erzählt hatte, die er bei sich zu Hause zwischenlagerte. Er wollte das Geld auf eine andere Bank bringen. Als er im Versteck nachschaute, bemerkte Peter L.: alles weg. Sofort verständigte er die Polizei.

Doch deren Hände sind in einem solchen Fall per Gesetz gebunden: So lange der Diebstahl (weil „Begehung im Familienkreis“) nicht am Bezirksgericht angezeigt wird, dürfen die Beamten nicht eingreifen. „Bis die Anzeige durchgeht, hat A. das Geld verprasst. Nur eine sofortige Hausdurchsuchung hätte vielleicht geholfen.“ Sein Sohn hob Mittwochmittag Richtung Dominikanische Republik ab. Die Altersvorsorge von Peter L. ist futsch. Das Vertrauen in seinen Sohn und die Justiz auch. Für den Urlauber gilt die Unschuldsvermutung.

(kov)

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